Disziplin kann man lernen: 5 Tipps für mehr Effizienz im Homeoffice

Sonja Köllinger

Mich zu Hause zum Arbeiten zu motivieren, war schon zu Unizeiten schwierig. Der Essay wartet? Ich wollte doch schon lange mal den Kleiderschrank aussortieren. Das Referat muss morgen fertig sein? Oh, eine neue Nachricht bei Facebook. Und der 587-Seiten-Roman? Kann ich auch noch im Zug lesen, jetzt ist erst mal Netflix dran. Ach ja, diese Zeiten hatten schon etwas für sich.

Seit ich in Selbst-Isolation bin und im Homeoffice arbeite, versuche ich das Ganze etwas disziplinierter anzugehen. Schließlich bezahlen eingehaltene Deadlines mein Essen im Kühlschrank und erweitern tagtäglich mein Portfolio. Damit es mit der Effizienz auch ohne Bürogemeinschaft klappt, helfen folgende Tipps bei der Selbstmotivation.

Home-office Motivation Tipps:

1. Strukturiere deinen Tag
2. Zieh dir etwas an
3. Schaffe dir einen Arbeitsplatz
4. Erstelle eine To-Do-Liste
5. Bleib in Kontakt


1. Strukturiere deinen Tag


Feste Abläufe helfen dabei, produktiver zu sein. Das heißt nicht, dass tatsächlich jeden Tag alles nach Plan laufen muss, gewisse Muster sind aber sinnvoll. Stelle dir jeden Morgen zur gleichen Zeit den Wecker, iss dein Frühstück und setz dich dann an die Arbeit. Mach mittags eine Stunde Pause, hole oder koche dir etwas Leckeres zu Essen und geh ein wenig an die frische Luft – danach ist der Kopf wieder frei für jede Menge Ideen. Und, ganz wichtig, falls du keine festen Arbeitszeiten hast: Mach Feierabend! Du tust dir keinen Gefallen, noch mitten in der Nacht am Schreibtisch zu sitzen – es sei denn, ein dringendes Projekt steht an. Freizeit ist wichtig, damit du dich erholen, Energie tanken und neue Inspirationen sammeln kannst.

2. Zieh dir etwas an



Im Homeoffice ist die Versuchung natürlich groß, sich nach dem Aufstehen direkt im Pyjama an den Schreibtisch zu setzen oder den Laptop ganz einfach mit ins Bett zu nehmen. Keine gute Idee, denn der Gammellook lässt die Motivation schneller verschwinden, als man überhaupt den Rechner hochgefahren hat. Geh also morgens lieber duschen, zieh dich wie gewohnt an und trage vielleicht etwas Make-up auf – eben ganz so, als würdest du ins Büro gehen. So fühlt du dich gut und kannst dich voll und ganz auf die anstehenden Aufgaben des Tages konzentrieren.

3. Schaffe dir einen Arbeitsplatz



Genauso wenig wie das Bett eignen sich auch der Küchentisch oder die Couch als Arbeitsplatz, weil man an diesen Orten schnell zur Ablenkung neigt. Ein Schreibtisch hingegen ist zum Arbeiten da und schafft eine klare Trennung zwischen Job und Freizeit – selbst in einer kleinen Wohnung. Suche dir dafür einen ruhigen hellen Platz, an dem du dich gerne aufhältst. Hänge ein paar schöne Bilder auf, stelle ein Blümchen auf den Tisch, besorge dir Technik, mit der du gut arbeiten kannst und richte alles so ein, dass du dich wohlfühlst. Du wirst sehen, ein schöner Arbeitsplatz kann Wunder wirken.

4. Erstelle eine To-Do-Liste



Damit du gleich morgens weißt, was den Tag über ansteht, kannst du dir wochenweise oder auch längerfristig eine To-Do-Liste erstellen. Das funktioniert digital wunderbar mit Tools wie Trello oder Wunderlist, geht aber genauso gut mit dem guten alten Blatt Papier und einem Stift. An manchen Tagen gehen die Dinge leicht von der Hand und du kannst alle Punkte nacheinander streichen. Andere Tage werden bestimmt etwas unproduktiver und du musst ein paar Aufgaben auf den nächsten Tag verschieben. So oder so: Das Durchstreichen motiviert und sorgt für ein Glücksmoment, die Liste verschafft dir gleichzeitig einen genauen Überblick für die Woche.

5. Bleib in Kontakt



Je nach Beruf kann das Homeoffice eine einsame Angelegenheit sein – muss es aber nicht. Anstatt mit Kunden nur per Mail zu kommunizieren, greife einfach mal zum Hörer oder vereinbare einen persönlichen Termin. Auch die Lunchpause musst du nicht alleine verbringen, sondern kannst dich mit Kollegen oder Freunden zum Austausch treffen. Besuche relevante Veranstaltungen und suche den Erfahrungsaustausch – diese Abwechslung fördert nicht nur deine Kreativität, sondern hilft ebenfalls beim Netzwerken für weitere Projekte.

Like what you see? How about some more R29 goodness, right here?

Der Mutterschutz ist kein Home Office!

Harry Styles lernt jetzt gleich zwei neue Sprachen

Quarantäne: Tipps gegen Langeweile & Einsamkeit