Doppeldecker zu kuscheligem Eigenheim umgebaut

Christian Bernhard
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Der Traum vom Eigenheim ist bei vielen Menschen sehr präsent – bleibt in Zeiten der Corona-Pandemie und hohen Grundstückspreisen aber immer häufiger unerfüllt, speziell in Ballungsräumen. Zwei junge Engländer haben dieses Problem auf besonders kreative Art und Weise gelöst.

Charlie MacVicar und ihr Freund Luke Walker gehören zu den vielen Menschen, die sich einen schönen Wohnraum wünschten, dabei aber aufgrund der hohen Mieten an ihre Grenzen stießen. Deshalb haben sie sich ihr ganz eigenes und sehr spezielles Eigenheim kreiert. Es hat vier Räder – und war einmal einer der legendären roten Doppeldeckerbusse, die wir alle aus London kennen.

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Das Pärchen hat sich ein altes Exemplar für rund 3000 Euro gekauft und zu einem kuscheligen Zuhause umgebaut. Los ging es mit dem Herausreißen der ganzen Sitzplätze, denn das Gefährt soll ja nicht mehr viele Menschen transportieren, sondern zwei Personen ein heimeliges Wohngefühl bescheren.

Big Ben, Westminster Bridge and red double decker bus in London, England, United Kingdom
Die meisten Londoner benutzen die roten Doppeldecker für die Fahrt in die Arbeit, doch die wenigsten wohnen darin (Symbolbild: Getty Images)

Kamin, Badewanne und begehbarer Kleiderschrank

Nach einem einjährigen Umbau und zusätzlichen 17.000 Euro, die in die Renovierung und Ausstattung geflossen sind, lässt sich festhalten: Der Wohn-Bus ist jetzt wahrlich gut ausgestattet. Oder hast du schon mal einen Kamin, eine Badewanne und einen begehbaren Kleiderschrank in einem Doppeldeckerbus gesehen?

Der Vorteil an einem Doppeldecker-Heim: Trotz der Grundfläche von "nur" 50 Quadratmetern hat es zwei Stöcke. 

Oben befindet sich das Schlafzimmer, unten die Küche und das Wohnzimmer. Geparkt ist der Doppeldecker gegen einen Obolus auf dem Grundstück von MacVicars Vater, was die Mietkosten massiv senkt. Und in Zeiten der Pandemie hat er sich auch schon als Arbeitsplatz bewährt.

Auch wenn das Doppeldecker-Leben seine Schattenseiten wie etwa Kälte im Winter und Hitze im Sommer habe, "lieben wir es", sagte MacVicar der englischen Tageszeitung Metro. "Wir würden es gegen nichts in der Welt eintauschen."

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