Doppelt hält besser: Das sind die Netflix-Highlights im Dezember

Julian Weinberger

Ein abtrünniger Kardinal und ein zweifelnder Pontifex: Mit "Die zwei Päpste" erzählt Netflix eines der spannendsten Kapitel in der Geschichte der katholischen Kirche. Doch auch andere hochkarätige Produktionen versprechen im Dezember beste Unterhaltung.

Der 11. Februar 2013 wird wohl für ewig einen herausragenden Platz in der Historie der katholischen Kirche einnehmen. An diesem Tag gab Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt bekannt - ein einmaliger Prozess, den es so in 700 Jahren Kirchengeschiche nicht gegeben hatte. Mit reichlich Hollywoodprominenz wagt sich Netflix nun an dieses einschneidende Ereignis und erzählt, teils basierend auf wahren Begebenheiten, wie es zum Rückzug Benedikts kommen konnte. Neben dem Film mit Anthony Hopkins und Jonathan Pryce fährt Netflix zum Jahresausklang weitere schwere Geschütze auf. Was die Zuschauer im Dezember bei dem Streaminganbieter erwartet, zeigt die Übersicht.

"Die zwei Päpste" (ab 20. Dezember)

Getrieben von Zweifeln reicht Kardinal Bergoglio (Jonathan Pryce) im Jahr 2012 ein Rücktrittsgesuch bei Papst Benedikt (Anthony Hopkins) ein. Doch der denkt gar nicht daran und beruft Bergoglio stattdessen nach Rom. Als Benedikt ein gut gehütetes Geheimnis lüftet, ist im Vatikan nichts mehr, wie es vorher war. Der Netflix-Film "Die zwei Päpste" glänzt mit hochkarätiger Besetzung und erzählt vom aufsehenerregendsten Ereignis der jüngeren Kirchengeschichte.

"Marriage Story" (ab 6. Dezember)

Nach zehn Jahren Beziehung ist Charlie (Adam Driver) und Nicole (Scarlett Johansson) die Liebe abhandengekommen. Ihrem Sohn Henry (Azhy Robertson) zuliebe wollen sie aber friedlich auseinandergehen. Doch dem guten Willen zum Trotz droht ein wahrer Rosenkrieg, als Charlie Anwälte beauftragt. Mit dem Drama "Marriage Story" erhofft sich Netflix nichts weniger als einen Oscar.

"6 Underground" (ab 13. Dezember)

Wo Michael Bay draufsteht, kracht es meistens: Auch das neueste Werk des Krawallregisseurs verspricht Haudraufaction vom Allerfeinsten. In dem Netflix-Film "6 Underground" schickt er Ryan Reynolds und fünf garantiert tödliche Superagenten in einen globalen Kampf gegen das Verbrechen. Das Beste daran: Die Truppe agiert wie von Geisterhand, denn alle Welt hält sie für tot.

"Ready Player One" (ab 16. Dezember)

Um die Filmrechte tobte schon ein Bieterkrieg, als "Ready Player One" noch nicht einmal veröffentlicht war. Dass Steven Spielberg ihn gewann, ist für alle ein Gewinn: Der Regiemeister machte aus der Gamer-Pflichtlektüre ein nostalgisches Sci-Fi-Abenteuer, das nicht nur Nerds aus den Schuhen hauen wird. Im Mittelpunkt des Films steht der junge Wade (Tye Sheridan), der 2045 ein tristes Dasein in einem Slum fristet. Kein Wunder, dass er sich wie viele andere mithilfe einer VR-Brille lieber in die OASIS flüchtet, ein virtuelles Universum. Dort kann man sein, wer man will.

"The Witcher" (ab 20. Dezember)

Als Videospiel konnte "The Witcher" schon Millionen Fans an die Konsolen locken. Ähnliches erhofft sich Netflix nun von der Serienadaption des Erfolgsstoffes. Im Mittelpunkt steht der Monsterjäger Geralt von Riva (Henry Cavill), der sich in einer Welt zwischen grausamen Menschen und wilden Kreaturen zu verlieren droht. Erst eine mächtige Zauberin und eine junge Prinzessin geben ihm neue Hoffnung.

"You - Du wirst mich lieben", Staffel 2 (ab 26. Dezember)

Zunächst läuft es für den Buchhändler Joe Goldberg (Penn Badgley) in der zweiten Staffel von "You - Du wirst mich lieben" wie geschmiert. In Love Quinn (Victoria Pedretti) hat sich der Stalker ein neues Ziel ausgesucht. Doch als seine totgeglaubte Ex-Freundin Candace (Ambyr Childres) wieder auftaucht, droht Joe die Kontrolle zu entgleiten.