dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 02.11.2023 - 17.00 Uhr

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen leicht

WASHINGTON - In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt leicht eingetrübt. In der vergangenen Woche stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5 000 auf 217 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 210 000 Anträgen gerechnet.

ROUNDUP 2: Trübe Herbststimmung am Arbeitsmarkt - Belebung bleibt weitgehend aus

NÜRNBERG - Seit mehr als einem Jahr geht es in der deutschen Wirtschaft nicht mehr voran. Der Arbeitsmarkt konnte die Probleme von Inflation und Energiekrise anfangs noch abpuffern, der Hunger nach geeignetem Personal in vielen Branchen überlagerte die Probleme mit der Arbeitslosigkeit. Inzwischen sind die Spuren der konjunkturellen Flaute aber auch bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern angekommen, die Resümees werden pessimistischer.

ROUNDUP: Bank of England hält an Zinsniveau fest

LONDON - Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet bestätigt. Dieser beträgt damit weiterhin 5,25 Prozent, wie die Bank of England am Donnerstag nach ihrer Sitzung in London mitteilte. Ökonomen hatten dies erwartet. Bereits im September hatten die Notenbanker den Zins stabil gehalten.

USA: Industrieaufträge steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Auftragseingänge der US-Industrie sind im September stärker als erwartet gestiegen. Die Bestellungen seien um 2,8 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg um 2,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Bestellungen um 1,0 Prozent gestiegen.

Ifo-Institut: Autoindustrie beurteilt Geschäftslage schlechter

MÜNCHEN - Das Geschäftsklima der deutschen Autoindustrie hat sich leicht abgekühlt. Der Ifo-Konjunkturumfrage zufolge fiel der Indikator von minus 14,6 Punkten im September auf minus 16,1 Punkte im Oktober. "Die Unternehmen der deutschen Autoindustrie bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat", sagte Ifo-Fachreferentin Anita Wölfl am Donnerstag in München. Die Erwartungen für die kommenden Monate hätten sich dagegen auf niedrigem Niveau leicht verbessert. Das Auftragspolster sei im langfristigen Durchschnitt immer noch recht hoch, sagte Wölfl.

USA: Produktivität steigt stärker als erwartet - Lohnstückkosten sinken

WASHINGTON - Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im dritten Quartal etwas stärker gestiegen als erwartet. Das Verhältnis von Produktion zu Arbeitszeit erhöhte sich auf das Jahr hochgerechnet um 4,7 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington nach einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt einen Anstieg um 4,3 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal war die Produktivität um revidierte 3,6 Prozent (zunächst 3,5 Prozent) gestiegen.

ROUNDUP: Industriestimmung verschlechtert sich weiter - 'Tief in der Krise'

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Oktober auf bereits niedrigem Niveau weiter eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fiel zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 43,1 Zähler, wie S&P am Donnerstag in London nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. Ein vorläufiges Ergebnis wurde damit um 0,1 Punkte nach oben revidiert. Mit weniger als 50 Punkten deutet der Indikator weiter auf wirtschaftliche Schrumpfung hin.

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