Du kannst nicht einschlafen? Diese Dinge halten dich nachts wach

Hannah Sommer
·Freie Autorin für Yahoo Style
Die Lebenssituation aber auch Umwelteinflüsse können den Schlaf beeinträchtigen. (Bild: Getty Images)
Die Lebenssituation aber auch Umwelteinflüsse können den Schlaf beeinträchtigen. (Bild: Getty Images)

Es ist mitten in der Nacht. Du hast gerade noch tief und fest geschlafen und bist plötzlich hellwach. Ein anderes Mal kannst du erst gar nicht einschlafen? Immer mehr Menschen finden sich in Situationen wie diesen wieder und haben regelmäßig mit Schlafproblemen zu kämpfen. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein.

Herauszufinden, womit der Körper gerade zu kämpfen hat und was den erholsamen Schlaf verhindert, ist nicht immer einfach. Es können sowohl physische als auch psychische Probleme sein, die einem den Schlaf rauben. Aber auch die Lebenssituation eines Menschen oder verschiedene Umwelteinflüsse sind häufig ausschlaggebend. Deshalb lohnt sich ein erster Blick auf die nächste Umgebung und die ganz persönlichen Gewohnheiten, um herauszufinden, was einen nachts nicht schlafen lässt.

Ein hohes Stresslevel raubt den Schlaf

Für einen guten Schlaf braucht es zunächst die passende Umgebung. Dr. Nerina Ramlakhan, Schlafexpertin beim Betten- und Matratzenhersteller “Silentnight”, weiß: “Eine gute Umgebung ist ein essentieller Bestandteil für einen tiefen erholsamen Schlaf – und damit ist alles gemeint, vom richtigen Licht und der Raumtemperatur bis hin zum Komfort der Matratze.” Gegenüber Yahoo empfahl sie, man solle sein Schlafzimmer in “einen beruhigenden Ort” verwandeln.

Für einen erholsamen Schlaf bedarf es der richtigen Umgebung. (Bild: Getty Images)
Für einen erholsamen Schlaf bedarf es der richtigen Umgebung. (Bild: Getty Images)

Doch nicht nur die unmittelbare Umgebung sollte eine beruhigende Wirkung haben, auch man selbst braucht Ruhe: Um gut schlafen zu können, müssen nicht nur die Augen geschlossen, sondern auch der Kopf “ausgeschaltet” sein. Abie Taylor-Spencer von Smart TMS beschäftigt sich als Expertin mit transkranieller Magnetstimulation, die Patienten mit Schlafstörungen helfen soll. Gegenüber Yahoo erklärte sie, Schlafstörungen seien als Symptom für Depression und Angststörungen bekannt. “Sollten Sie also regelmäßig an Schlafproblemen leiden, könnte ihr Körper Ihnen eventuell ein Warnsignal senden, dass ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt ist.”

Kaffee, Alkohol und Smartphone

Liegt man wieder einmal nachts wach und kriegt kein Auge zu, könnte das allerdings auch an diesen drei Dingen liegen: Kaffee, Alkohol und das eigene Smartphone. Dass es sich bei Kaffee um einen Wachmacher handelt, ist allseits bekannt. Dass ein später Nachmittagskaffee allerdings die ganze Nacht wachhalten kann, wissen die wenigsten. Im Durchschnitt hält Kaffee sich rund fünf Stunden im Körper eines Menschen. Eine Tasse am späten Nachmittag kann also verhindern, dass man zur Schlafenszeit auch wirklich müde wird. “Du fühlst dich vielleicht nicht mehr energetisch gegen 22 Uhr, aber das Koffein ist noch immer in deinem System und das reicht, um dich nicht gut schlafen zu lassen”, so Dr. Nerina Ramlakhan.

Ein Blick auf die Instagram-Timeline vor dem Schlafengehen kann einen nachts wach halten. (Bild: Getty Images)
Ein Blick auf die Instagram-Timeline vor dem Schlafengehen kann einen nachts wach halten. (Bild: Getty Images)

Alkohol dagegen lässt einen oft müde werden und auch leicht einschlafen, doch unter Alkoholeinfluss schlafe der Mensch laut der Expertin viel schlechter. Das böse Erwachen gibt es hier oft erst am Morgen.

Doch wie passen Smartphones in diese Reihe? Auch die kleinen Geräte können echte Wachmacher sein. Die Ursache sei hier besonders das helle Display, wie Dr. Ramlakhan weiß: “Wenn es abends dunkel wird, schaltet sich unsere innere Uhr ein und stimuliert die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Verwendung von technischen Geräten vor dem Schlafengehen stört diesen natürlichen Prozess jedoch.”

Die Angst, nicht ausreichend zu schlafen

Und dann wäre da noch eine ganz trügerische Ursache für Schlafprobleme: Die Angst, nicht genügend Schlaf zu bekommen. Wer nachts aufwacht und direkt einen Blick auf die Uhr wirft, fängt meist an, direkt zu grübeln, wie viele Stunden Schlaf noch zu haben sind, was den Körper wiederum stressen und den Schlaf verhindern kann.