Du kommst hier nicht rein: Edeka-Markt in Duisburg führt Dresscode ein

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
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In einem Edeka-Markt in Duisburg gefiel dem Leiter die Aufmachung einer Frau und ihrer Tochter nicht. Deswegen mussten sie das Geschäft verlassen. Seither gilt dort ein Dresscode.

Köngen, Germany - August 11, 2013: Edeka Sign in front of their supermarket. The cooperative was founded in 1898 as the E.d.K. The Edeka group is headquartered in Hamburg, Germany. It is the largest german supermarket cooperation and it's a cooperative of different independent supermarkets operating under the Edeka organisation. Their marketshare is about 26 percent in Germany.
Bild: Getty Images

In einem Edeka-Markt im Duisburger Stadtteil Ruhrort gilt neuerdings ein Dresscode. Den einzuführen sah sich der Filialleiter nach einem Aufsehen erregenden Vorfall im Geschäft genötigt. Eine Frau und ihre kleine Tochter waren dort in Schlafkleidung auf Einkaufstour.

Einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zufolge hatte die Frau einen Schlafanzug, Pantoffeln und einen pinken, gepunkteten Bademantel getragen. Auch die Tochter soll ausgesehen haben wie aus dem Bett gefallen, sie sei mit einem Schlafdress bekleidet gewesen.

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Der Marktleitung gefiel die Aufmachung ganz und gar nicht, deshalb mussten die beiden das Geschäft unverrichteter Dinge verlassen. Der Grund: Offenbar sind Schlafanzug und Bademantel hygienisch bedenklich: "Gerade in der aktuellen Zeit ist Hygiene sehr wichtig", sagt der Filialleiter laut der WAZ. Wir lebten "in einer Phase, in der wir die Augen für andere aufmachen müssen". Es sei nicht die Zeit, "nachlässig" zu sein.

Hinweis am Eingang

Damit bloß nicht auch andere Kunden der Nachlässigkeit erliegen, hängt im Eingangsbereich des Ruhrorter Edeka-Marktes neuerdings ein Hinweisschild: "Personen mit Morgenmantel oder Schlafanzug", steht dort geschrieben, "haben keinen Zutritt zu unserem Laden".

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Genug ist also genug. "Ich will keine Wiederholung haben", betont der Marktleiter. Dass es in seiner Filiale demnächst zu einem Kunden-Aufstand kommen wird, ist allerdings nicht zu befürchten. Der Vorfall dort sei, wie der Mann hinzufügt, ein Einzelfall gewesen.

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