Eine Schwangere sucht nach dem Vater ihres Kindes – per Graffiti

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Wer ist eigentlich Chris? Dieser Frage gingen die Bewohner einer australischen Kleinstadt nach, nachdem per Spraydose immer dieselbe Nachricht an einen oder eine Chris an allen möglichen Stellen des Orts hinterlassen wurden. Zumindest die Urheberin der Graffiti ist nun gefunden.

Eine Schwangere ist auf der Suche nach dem Vater ihres Kindes (Symbolbild: Getty Images)

“Chris, wir müssen reden, bevor das Baby da ist – oder du brauchst dich danach gar nicht mehr zu melden.“ Diese Botschaft in krakeliger Schrift tauchte Ende Juli in Frankston, einer Vorstadt rund 55 Kilometer vor Melbourne, plötzlich an zahlreichen Orten auf – auf Mauern, Wänden, betonierten Wegen und sogar bei den Mülleimern im Park. Doch wer ist Chris – und wer ist für die Graffiti-artige Nachricht verantwortlich?

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Vielleicht ja eine werdende Mutter, die versucht, den Vater ihres noch ungeborenen Kindes zu kontaktieren, vermuteten die Bewohner der Stadt nördlich der Mornington Peninsula. An immer mehr Stellen war die lila Krakelbotschaft zu finden, bis sich selbst die Betreiber einer örtlichen Facebook-Seite einschalteten: “Chris, kannst du sie bitte anrufen, bevor sie die ganze Stadt zerstört!“ heißt es in dem Post, dem eine Auswahl der Graffiti als Galerie anhängt:

Über 31.000 Kommentare haben sich seit Veröffentlichung am 29. Juli unter dem Post gesammelt, in denen zwar einige Personen namens Chris getaggt wurden, doch der vermeintlich flüchtige Vater hat sich noch nicht zu erkennen gegeben. Dafür wurde der australischen News-Seite “News.com“ zufolge eine 36-jährige Frau wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung verhaftet. Die Frau wurde auf Kaution freigelassen und muss Mitte Dezember vor dem Gericht von Frankston erscheinen.

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Die Graffiti indes wurden laut ABC News bereits entfernt, die News-Seite zitiert außerdem Michael O'Reilly, den Bürgermeister der Stadt: “Der Gemeinderat möchte die Beteiligten dazu ermutigen, in Zukunft konstruktivere und weniger illegale Kommunikationsmethoden in Betracht zu ziehen.“