Einige Tricks, mit denen Sie günstiger Auto fahren

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Autofahren ist teuer. Daran wird sich in Zukunft wohl auch nichts ändern. Im Folgenden geben wir daher einige Tipps, wie Sie beim Autofahren die Kosten merklich reduzieren können.

Zu spätes Schalten führt zu höheren Spritkosten. Das ist nur einer unserer Tipps, wie man kosteneffizient Auto fährt. (Bild: Getty Images)

Autofahren wird immer teurerer. Neuerdings auch der Umwelt wegen. Die im Rahmen des Klimapakets beschlossene CO2-Steuer zugunsten des Klimaschutzes steht kurz vor der Umsetzung. Für Autofahrer, die noch immer mit Verbrennungsmotoren unterwegs sind, heißt das nichts anderes, als dass sie auf absehbarerer Zeit noch kräftiger zur Kasse gebeten werden. Doch auch sie können die steigenden Spritkosten mit diversen Sparmaßnahmen kompensieren. Wir verraten einige nützliche Tricks, mit denen dies am besten gelingt.

Verantwortungsvoll fahren

Autofahrer lernen das schon in der Fahrschule: Sprit kann man durch verantwortungsvolles Fahrverhalten reduzieren. Zum Beispiel durch frühes Schalten. Experten raten, bei einer Motordrehzahl von 2.000 U/min in den nächsten Gang zu schalten. Generell sollte die Drehzahl beim Autofahren nicht zu hoch sein. Bei Benzinmotoren liegt sie zwischen 1500 U/min bis 2500 U/min, bei Dieselmotoren ist die Spanne 1000 U/min bis 2000 U/min ideal. In der Stadt können Sie die 50 km/h auch im 4. Gang fahren. Beim Anfahren können Sie schon nach einer gefahrenen Strecke von einer Autolänge in den 2. Gang schalten. Und wenn es die Verkehrslage zulässt, können Sie beim Schalten auch mal einen Gang überspringen.

Tanken ist nicht gleich tanken. Morgens, nachts und am Wochenende ist der Kraftstoff für gewöhnlich teurer. (Bild: Getty Images)

Richtigen Zeitpunkt fürs Tanken wählen

Als Autofahrer weiß man nur zu gut, dass die Spritpreise schwankend sind. Selbst die Tages- und Wochenzeit bedingen die Kosten für Benzin und Diesel. Morgens zum Beispiel während der verkehrsreichen Rush-Hour ist der Kraftstoff vergleichsweise teuer. Auch nachts kann der Benzin-/Diesel-Preis schon mal höher ausfallen, denn da kommen die Nachtzuschläge hinzu. Am Wochenanfang tankt man generell günstiger als am Ende der Woche.

Energie sparend fahren

Der Spritverbrauch ist nicht nur an das Gaspedal gekoppelt. Auch der Energieverbrauch beim Autofahren hat darauf einen unmittelbaren Einfluss. Es gilt also, möglichst Energie sparend unterwegs zu sein. Die Klimaanlage sollten Sie nicht schon im Frühjahr und nicht mehr in den Herbsttagen einschalten. Ähnliches nur umgekehrt gilt für den Umgang mit der Heizung. Ziehen Sie beim Fahren lieber einen Pulli an, als schon im Frühherbst die Heizung auf die höchste Stufe zu stellen. Und wenn im Sommer strahlender Sonnenschein ist, dann dürfen Sie die Scheinwerfer durchaus ausgeschaltet lassen. In Deutschland besteht derzeit keine Pflicht, am Tage mit Tagfahrlicht zu fahren.

Kurzstrecken vermeiden

Wollen Sie Sprit sparen, dann sollten Sie häufige Kurzstrecken vermeiden. Denn ein Motor verbraucht umso mehr, je kälter er ist. Leichtlauföle schaffen da etwas Abhilfe. Sie besitzen weniger Reibungswiderstand, was den Ölverbrauch reduziert. Ansonsten solltem Sie folgenden Tipp beherzigen: Warum kurze Strecken nicht einfach mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen? Das verursacht keine Kosten und hält überdies gesund.

Die Wahl der Autoreifen macht den Kostenunterschied. (Bild: Getty Images)

Reifendruck beachten

Radfahrer wissen nur zu gut Bescheid: Ein niedriger Reifendruck kostet mehr Anstrengung und damit mehr Energie. Das ist beim Auto nicht anders, nur merkt man es als Fahrer nicht auf Anhieb. Der Blick auf die Spritrechnung ist dafür aber ein Indiz. Tatsächlich benötigt das Auto umso mehr Kraftstoff, je weniger Luft sich im Schlauch befindet und je geringer entsprechend der Reifendruck ist.

Reifenwahl

Apropos Reifen! Generell gilt zwar: An Autoreifen sollte man nicht sparen. Dennoch lassen sich auch hier überflüssige Kosten reduzieren. Sollten Sie neue Reifen brauchen, dürfen Sie ruhig auf die Vorjahresmodelle zurückgreifen. Die haben noch immer ein gutes Profil und sind günstiger als die neuesten Modelle. Eine Alternative zum Neukauf sind auch runderneuerte Reifen. Bei diesen geschieht der Verschleiß zwar schneller. Dafür fallen die Anschaffungskosten mit bis zu 50 Prozent deutlich geringer aus als die Ausgaben für Neureifen.

Fahrgemeinschaften bilden

Viele Menschen sind berufsbedingt auf das Autofahren angewiesen. Doch auch für die Berufspendler gibt es Alternativen. Eine davon: Fahrgemeinschaft bilden. Wenn eine/r oder mehrere Ihrer Kollegen die gleiche oder eine ähnliche Fahrstrecke hat/haben, dann sollten Sie eine Fahrgemeinschaft bilden. Das spart nicht nur Spritkosten, sondern ist auch umweltschonend.