Der Einsatz von KI kann 100 Stunden Arbeit pro Mitarbeiter im Jahr einsparen, zeigt eine Studie von Google und IW Consult

KI könnte 330 Milliarden Euro zur Bruttoschöpfungskette Deutschlands beitragen. - Copyright: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
KI könnte 330 Milliarden Euro zur Bruttoschöpfungskette Deutschlands beitragen. - Copyright: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Der Einsatz von generativer KI könnte in Deutschland einen Beitrag von 330 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung leisten und Arbeitnehmern durchschnittlich 100 Arbeitsstunden pro Jahr ersparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens IW Consult, die von Google in Auftrag gegeben wurde.

Die breit angelegte Studie basiert auf Unternehmensdaten, Fallstudien, Modellrechnungen und Online-Befragungen, die das Beratungsunternehmen durchgeführt hat.

Mehr Wachstum durch höhere Produktivität

KI ist keine Zukunftsmusik mehr. Bereits 17 Prozent der deutschen Unternehmen setzen die Technologie in ihren Arbeitsprozessen ein. Diese Zahl sollte auf mindestens 50 Prozent steigen, um das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft auszuschöpfen, stellt IW Consult fest.

Unter dieser Voraussetzung könnte die Automatisierung von Arbeitsprozessen Deutschland angesichts der demografischen Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt zugutekommen. Bis 2030 werden 4,2 Milliarden Arbeitsstunden altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Durch den Einsatz von KI könnten demgegenüber 3,9 Milliarden Arbeitsstunden kompensiert werden, da die Technologie jedem Beschäftigten im Durchschnitt 100 Arbeitsstunden erspart. 330 Milliarden Euro könnten so der Bruttowertschöpfungskette zugeführt werden, so die Studie.

Automat Einkommen
Automat Einkommen

"Mit Blick auf den demografischen Wandel und den dadurch zunehmenden Fachkräftemangel ist es für die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlstands in Deutschland entscheidend, dass die Produktivitätspotenziale, die KI bietet, genutzt werden", kommentiert die Studie. "Die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen ist gerade für die deutsche Wirtschaft von hoher Bedeutung, um als industriegeprägte Nation den Sprung in das neue Zeitalter zu schaffen."

Unternehmen, die KI einsetzen, liegen vorne

Der Studie zufolge steigt die Arbeitsproduktivität eines Unternehmens durch den Einsatz von KI um zwei bis drei Prozentpunkte - Unternehmen, die die Technologie bereits aktiv nutzen, haben schon heute die Nase vorn: 33 Prozent der Unternehmen mit KI-Einsatz verzeichneten 2022 ein Umsatzplus. Bei Unternehmen ohne KI-Einsatz sind es 27 Prozent.

Beim Beschäftigungswachstum ist der Abstand noch größer: Nur sechs Prozent der Unternehmen ohne KI-Einsatz verzeichneten 2022 einen Beschäftigungszuwachs. Bei Unternehmen mit KI waren es 19 Prozent.

AA