Ekelhaft: Wegen dieses Experiments an einer Schule willst du dir sofort die Hände waschen!

Die Lehrer an einer Grundschule in Ohio haben ein wisschenschaftliches Experiment mit Brot durchgeführt, um zu zeigen, wie wichtig Händewaschen ist. (Foto: Jaralee Annice Metcalf)

Es ist gerade Grippe- und Erkältungszeit und ein paar Grundschullehrer haben beschlossen, ein wissenschaftliches Experiment zum Thema Hygiene durchzuführen. Sie hofften, dass es die Schüler ermutigen würde, ihre Hände zu waschen und weniger Bakterien zu verbreiten. Und das Ergebnis war tatsächlich ein Augenöffner.

Experiment mit Brotscheiben

„Wir haben im letzten Monat, als gerade die Grippezeit begonnen hat, ein naturwissenschaftliches Projekt durchgeführt“, schrieb Jaralee Metcalf auf Facebook. Sie ist Verhaltensexpertin an der Discovery Grundschule im amerikanischen Idaho Falls. Der Beitrag auf Facebook wurde mittlerweile bereits von 64.000 Nutzern geteilt und ist viral gegangen. „Wir haben frisches Brot genommen und es angefasst. Dabei haben wir eine Scheibe gar nicht berührt. Die anderen wurden jeweils mit ungewaschenen Händen, mit Desinfektionsmittel gewaschenen Händen und mit mithilfe von warmem Wasser und Seife gewaschenen Händen angefasst. Dann haben wir beschlossen, noch eine weitere Scheibe an all unseren Chromebooks im Klassenraum zu reiben.“ Sie fügte hinzu, dass die Schule die Computer normalerweise desinfiziere, für dieses Experiment aber darauf verzichtet habe.

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Jede Scheibe Weißbrot – die vom selben Laib und vom selben Tag stammte – wurde in einen verschließbaren Gefrierbeutel gelegt. Aufgrund der Konservierungsstoffe warteten die Lehrer anschließend drei bis vier Wochen die Ergebnisse ab. Sie bemerkten dann, dass die meisten Brotscheiben voller Schimmel waren. „Das ist so EKELHAFT!!!!“, schrieb Metfcalf. Aber es gab auch zwei Ausnahmen: Die Brotscheibe, die gar nicht und die Brotscheibe, die mit den mit Wasser und Seife gewaschenen Händen berührt worden war, sahen tadellos aus.

Wie haben also die Schüler reagiert, als sie die größtenteils schimmligen Ergebnisse gesehen haben?

„Die Kinder waren schockiert, aber hatten auch etwas Wichtiges gelernt!”, erzählte Metcalf Yahoo Lifestyle. Und noch wichtiger: Die Hygiene der Schüler verbesserte sich. „Danach haben sie ihre Angewohnheiten im Bezug aufs Händewaschen geändert“, erklärte sie.

Dr. Carl Borchgrevink, Leiter der Schule für Hotellerie und Gastronomie und Mitglied der John und Becky Duffey Fakultät für Hotellerie und Gastronomie an der Universität von Michigan fand das Experiment eine großartige Idee. “Ich bin der Meinung, dass es eine tolle Art ist, den Schülern und Erwachsenen beizubringen, wie wichtig das Waschen der Hände ist, meinte er gegenüber Yahoo Lifestyle, “Normalerweise sehen die Menschen keine sichtbaren Beweise für die Bakterien, die sie mit sich herumtragen. Dieses Experiment hat sie allerdings hervorragend dargestellt! Es hat den Schülern zudem gezeigt, wie man Forschung betreibt.“

Unsere Hände sind eine Brutstätte für Bakterien

Metcalf, die sich selbst in ihrem Post als jemanden beschreibt, “der die Nase voll davon hat, andauernd krank zu sein“, wollte, dass die Schüler lernen, warum das Waschen der Hände unbedingt notwendig ist.

“Händewaschen ist wichtig, denn zu dieser Jahreszeit werden jede Menge Krankheiten übertragen – besonders unter Lehrern und Schülern“, berichtete sie Yahoo Lifestyle. “Ich habe wirklich genug davon, ständig krank zu sein und meine Familie zu Hause anzustecken. Ich hoffe, dass die Kinder sich nicht nur weiterhin die Hände waschen werden, sondern dass auch die Eltern lernen, dass sie ihre Kinder, wenn sie krank sind, zu Hause lassen sollten. Schließlich geht es unheimlich schnell, alle anderen anzustecken!“

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Borchgreving stimmte zu und erklärte Yahoo Lifestyle außerdem: “Unsere Hände sind die perfekte Brutstätte, über die Bakterien verbreitet werden.“ Dabei machte er deutlich, dass Bakterien, die man nicht sehen kann, leicht am Körper haften bleiben. “Dasselbe gilt auch für Waschbecken, Türklinken und jede weitere Oberfläche, die danach berührt wird, wie Tischplatten, Arbeitsplatten, Treppengeländer, Türklinken, Stuhllehnen etc.“ Er fügte zudem hinzu: “Ohne darüber nachzudenken, führen wir häufig unsere Hände zum Mund, um uns zu kratzen, zu essen usw. Und dass, nachdem wir eine Oberfläche, einen Gegenstand oder ein Tier angefasst haben, das wahrscheinlich voller Bakterien war. Und dadurch gelangen viele ungewollte Bakterien in den Körper.“

Wie man seine Hände am besten sauber hält

Die meisten Menschen – nicht nur Kinder – sind nicht sehr gut darin, ihre Hände richtig zu waschen. Eine Studie von 2013, die von Borchgreving geleitet wurde, ergab, dass nur fünf Prozent der Leute ihre Hände nach dem Toilettengang so gründlich waschen, dass tatsächlich Bakterien abgetötet werden (hinzu kommt, dass ganze 10% ihre Hände gar nicht waschen – Männer waren hierbei in der Regel die schlimmsten Übeltäter). Die “beste“ Art, Bakterien abzutöten, besteht laut den Zentren für die Kontrolle und Vorbeugung von Krankheiten (CDC) darin, die Hände nass zu machen und dann mit Seife und kaltem oder warmem Wasser (beides funktioniert) zu waschen. Geh dabei sicher, dass du deine Hände für 20 Sekunden gründlich schrubbst, was ungefähr zweimal der Zeit entspricht, die es dauern würde, “Happy Birthday“ zu singen.

“Achte darauf, dass du dich auch zwischen den Fingern und um und unter den Nägeln wäschst. Und vergiss, wenn möglich, auch nicht das Handgelenk und den Unterarm“, so Borchgrevink.

Wenn dir keine Seife und Wasser zur Verfügung stehen, empfehlen die CDC die Nutzung eines Desinfektionsmittels auf Alkoholbasis. Prüfe das Etikett, um sicherzustellen, dass es mindestens 60 Prozent Alkohol enthält.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist auch das richtige Abtrocknen! Tut man das nicht, dann kann es die Verbreitung von Bakterien laut einer Studie von 2010 sogar noch zusätzlich verschlimmern. Die Studie wurde im Journal of Applied Microbiology veröffentlicht. Sie ergab außerdem, dass die Nutzung von Papiertüchern (im Gegensatz zum Händetrockner) der effektivste Weg ist, sich die Hände abzutrocknen und die Übertragung von Bakterien zu verringern.

Rachel Grumman Bender