Erkältungssymptome vor und während der Periode? Das steckt dahinter

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Erkältungssymptome machen uns aktuell alle etwas unruhiger als sonst. Steckt wirklich nur ein grippaler Infekt dahinter, wenn wir Kopfschmerzen, Schwindel oder Fieber haben? Bei Frauen ist dies manchmal umso schwieriger, da die meisten Symptome einer Erkältung mit der Periode einhergehen können.

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Krämpfe, Schmerzen, aber auch Fieber, Abgeschlagenheit und Schwindel können mit der Regelblutung einhergehen. Manche Frauen fühlen sich dann wie bei einer Erkältung (Symbolbild: Getty Images)

Wie sich Menstruationsbeschwerden äußern ist so individuell wie jede Frau selbst. Als klassische Symptome gelten Bauchkrämpfe, Rückenschmerzen, depressive Verstimmungen und Reizbarkeit, die in variierenden Kombinationen auftreten können, aber nicht müssen.

Doch es gibt Nebenwirkungen der Periode, über die seltener gesprochen wird und die an einen grippalen Infekt oder eine Erkältung erinnern können: Kopfschmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel, Gliederschmerzen und sogar Fieber können ebenfalls mit den Tagen einhergehen.

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In der englischen Sprache ist daher sogar oft die Rede von “period flu” - Periodengrippe. Dies ist zwar kein medizinischer Begriff, und die Symptome haben auch nichts mit der Infektionskrankheit zu tun, doch für manche Frauen kann es sich tatsächlich so anfühlen.

Der Hormonhaushalt steht Kopf

Warum sich die Periode auf diese Weise äußert, ist nicht vollständig erforscht. Vermutet wird, dass wie bei allen anderen unangenehmen Begleiterscheinungen der Menstruation die Veränderungen im Hormonhaushalt verantwortlich sind.

Prostaglandine, sogenannte Gewebshormone, werden vor der Periode ausgeschüttet, damit die Gebärmutter ihre obere Schicht abbauen kann. Wenn ein Überschuss an Prostaglandinen in die Blutbahn gerät, können sie allerlei Nebenwirkungen auslösen, insbesondere im Verdauungstrakt und Unterbauch.

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Symptome wie Krämpfe, spannende Brüste und andere Schmerzen sowie Veränderungen der Körpertemperatur werden dem abfallenden Östrogenspiegel zugeschrieben, und auch Neurotransmitter wie Serotonin, das sich auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und das Nervensystem auswirkt, erleben vor und während der Periode Schwankungen.

So linderst du die Beschwerden

Kein Wunder also, dass der Körper mit allen möglichen unangenehmen Begleiterscheinungen reagieren kann. Da es sich bei der “Periodengrippe” allerdings nicht um eine Krankheit handelt, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Symptome zu bekämpfen.

Ein Wärmesäckchen oder Heizkissen hilft bei Krämpfen, viel Flüssigkeit zu trinken bei Kopfschmerzen und Schwindel. Falls diese Hausmittel nicht mehr nützen: Antientzündliche Schmerzmittel wie Ibuprofen helfen gegen alle Varianten von Schmerzen, die während der Menstruation auftreten können.

Falls du hohes Fieber hast oder deine Periode stärker oder schmerzhafter als sonst ausfällt, solltest du vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen.

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