Erklärt: Darum kommt Seekrankheit heutzutage öfter vor als früher

Wenn Sie anfällig sind für Autokrankheit, Übelkeit im Flugzeug oder Seekrankheit, dann gibt es jetzt leider noch eine weitere Warnung. Wissenschaftler arbeiten immer noch daran, dieses Phänomen mit seinen einzigartigen – und unseligen – Symptomen zu verstehen und zu bekämpfen. Aber hier sind die wichtigsten Fakten und Neuigkeiten.

Die meisten Menschen assoziieren die Bewegungskrankheit mit Reisen. Allerdings ist dies nicht mehr ausschließlich der Fall. In Zeiten, in denen sich die Virtuelle Realität immer größerer Beliebtheit erfreut, betrifft das Gefühl des Unwohlseins zunehmend auch Tech-User auf der ganzen Welt. Wenn sich das Gehirn in einer anderen Realität befindet, während der Magen noch auf echtem Boden steht, kann dies Kopf und Körper ganz schön verwirren und zu unschönen Konsequenzen führen.

Lawrence Hettinger, ehemaliger Berater der US Navy und der NASA, diskutiert nun die Konfusion zwischen unserem Verdauungssystem und äußerer Bewegung.

In einem Interview mit Quartzy erklärte Hettinger, dass unsere Mägen die immer häufiger stattfindenden Ausflüge in die Virtuelle Realität gar nicht gut heißen. "Es geht nicht nur darum, selbst bewegt zu werden", sagt Hettinger. "Es kann schon als Reaktion auf die Kopfbewegung entstehen, wenn man einfach nur da sitzt und sich eine virtuelle Umgebung anschaut."

Frauen und diejenigen mit einer hohen Anfälligkeit für Migräne scheinen von den Effekten der Bewegungskrankheit öfter betroffen zu sein. Oft werden sie davor gewarnt, sich VR-Erfahrungen auszusetzen. Aber dies kann auf ja auf Dauer keine Lösung sein, vor allem nicht in Zeiten, in denen die Virtuelle Realität immer mehr mit unserem täglichen Leben verwoben wird. 

Werden die Wissenschaftler es schaffen, eine Möglichkeit zur Heilung der unseligen Übelkeit zu finden?