Nach erneuter Paris-Pleite: Lässt Osaka Wimbledon sausen?

Nach erneuter Paris-Pleite: Lässt Osaka Wimbledon sausen?
Nach erneuter Paris-Pleite: Lässt Osaka Wimbledon sausen?

Paris und Naomi Osaka - das scheint nicht zusammenzupassen.

Nach ihrer Auftaktpleite setzte sie sich mit bunten Kopfhörern auf den Ohren aufs Podium und sprach mit leiser Stimme über ihren nächsten großen Dämpfer in Paris.

„Es ist wirklich etwas enttäuschend“, sagte die 24-jährige Japanerin im Flüsterton: „Ich wünschte, ich hätte mehr als zwei Matches zur Vorbereitung spielen können.“ Ihre Achillessehnenprobleme ließen nicht mehr zu. (NEWS: Alles zu den Grand Slams)

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin, die im vergangenen Jahr mit ihrem Rückzug nach der ersten Runde für großes Aufsehen gesorgt hatte, verlor gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova, an der sie schon bei den Australian Open gescheitert war, am Montag 5:7, 4:6. Die französische Hauptstadt bleibt ein schwieriges Pflaster für Osaka, die sich insgesamt auf den Plätzen in Europa nicht so wohlzufühlen scheint. (SERVICE: Ausgewählte Spiele der French Open im SPORT1-Liveticker)

Osaka hadert immer noch mit den Vorfällen des letzten Jahres in Paris

Vor dem Start des Turniers hatte die einstige Weltranglistenerste berichtet, dass sie noch immer bewegt sei von den Ereignissen des Vorjahres. „Ich will nicht lügen. Vor meiner Rückkehr war ich besorgt“, sagte Osaka.

Sie hatte 2021 nicht an den obligatorischen Pressekonferenzen teilnehmen wollen und war nach öffentlichen Diskussionen schließlich nicht mehr zu ihrem Zweitrundenmatch angetreten. Osaka sprach in diesem Zug öffentlich ihre mentalen Probleme an und legte eine Spielpause bis zu den Olympischen Spielen in Tokio ein.

Lässt Osaka Wimbledon sausen?

Ihre großen Erfolge feierte sie in New York und Melbourne. Bei den French Open und auch in Wimbledon ist sie bisher noch nicht über die dritte Runde hinausgekommen.

Die Chance, ihre Bilanz noch in diesem Jahr zu verbessern, könnte sie auslassen. Denn Osaka deutete an, einen Bogen um den Wimbledon zu machen, wo es in diesem Jahr nach einer Entscheidung von ATP und WTA nicht um Weltranglistenpunkte gehen wird. Sie sei sich nicht „100 Prozent“ sicher, was die Rasensaison angehe, sagte Osaka.

Ein Grund dafür sei auch die umstrittene Entscheidung, beim diesjährigen Wimbledon-Turnier keine Weltranglistenpunkte zu vergeben. „Ich würde sagen, dass die Entscheidung meine Mentalität beeinflusst, wenn ich auf Rasen antrete“, erklärte sie und fügte hinzu: „Ich würde gerne hingehen, um Erfahrungen auf Rasen zu sammeln, aber gleichzeitig ist es für mich irgendwie - ich will nicht sagen, dass es sinnlos ist - aber ich bin die Art von Spielerin, die dadurch motiviert wird, dass sie sieht, wie mein Ranking steigt.“

Iga Swiatek baut Siegesserie aus

Unterdessen sorgen andere Spielerinnen für die sportlichen Schlagzeilen, allen voran Iga Swiatek. Die Weltranglistenerste zog mit ihrem 29. Sieg in Serie in die zweite Runde ein.

Swiatek (20) hatte mit der ukrainischen Qualifikantin Lesia Zurenko beim 6:2, 6:0-Sieg in nur 54 Minuten keinerlei Mühe. „Ich liebe es, hier zu spielen, auch wenn es in den letzten Tagen regnerisch und ziemlich dunkel war“, sagte sie anschließend.

Wenig später scheiterte die Titelverteidigerin Barbora Krejcikova (Tschechien) mit 6:1, 2:6, 3:6 an der Französin Diane Parry.

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