Erst geposed, dann verpetzt: Rapper 6ix9ine muss vor seiner Ex-Gang fliehen

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Der Rapper 6ix9ine alias Tekashi69 alias Daniel Hernandez musste vor wenigen Tagen ganz schnell seine Siebensachen packen und an einen unbekannten Ort ziehen. Ein Nachbar hatte die Adresse des Ex-Häftlings veröffentlicht, der sich in der Vergangenheit ein paar richtig gefährliche Feinde gemacht hat.

6ix9ine auf der Bühne in Berlin. (Bild: Getty Images)

Das letzte Foto, das der US-Musiker 6ix9ine auf seinem Instagram-Account mit 19 Millionen Followern veröffentlicht hat, wird er bitter bereut haben. Darauf zu sehen ist er selbst auf einem Balkon, in beiden Händen hält er dicke Geldbündel. Eine typische Rapper-Pose eigentlich, doch im Fall von Tekashi69, wie er sich auch nennt, liegt der Fall ein bisschen komplizierter.

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Die Freude über sein Comeback war groß

Weil eine Infizierung mit dem Coronavirus für den 23-jährigen Asthmatiker besonders gefährlich gewesen wäre, wurde er Anfang April vorzeitig und unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen. Erst vor wenigen Tagen feierte der Rapper sein Comeback mit der Singla ”Gooba“, die innerhalb kürzester Zeit zu einem viralen Hit wurde. Der Rapper hörte also die Kassen klingeln und machte daraufhin das Foto auf seinem Balkon, das auf einen Schlag zwei Probleme verursachte.

Ein Nachbar leakte die Adresse des Ex-Gang-Mitglieds

Erstens steht Daniel Hernandez, wie er eigentlich heißt, unter Hausarrest und darf seine Wohnung nicht einmal verlassen, um auf den Balkon zu gehen. Zweitens und weitaus schwerwiegender wurde der Rapper bei seinem ”Freigang“ von einem Nachbarn beobachtet, der die Szene ebenfalls fotografierte und postete – samt der kompletten Adresse des Musikers.

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Kriminelle könnten sich an 6ix9ine rächen wollen

Für die dürften sich eine ganze Reihe Mitglieder der “Nine Trey Gangsta Bloods“-Gang interessieren, der 6ix9ine früher selbst angehörte. Als er dann aber wegen illegalen Waffenbesitzes und Beteiligung an einem bewaffneten Raubüberfall vor Gericht stand und befürchten musste, für 47 Jahre ins Gefängnis zu wandern, entschloss er sich für einen anderen Weg: Er sagte gegen zwei Mitglieder der Gang aus und wurde so zu nur zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die er wegen des Ausbruchs der Coronavirus nur teilweise absitzen musste. Anders als von ihm gewünscht wurde er nicht in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen, durfte aber immerhin seinen Aufenthaltsort wechseln, nachdem seine Adresse geleaked wurde.

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