Es ist der fünfte Jahrestag von Barack Obamas Skandal mit dem beigefarbenen Anzug

Barack Obama wurde dafür kritisiert, dass er am 28. August 2014 einen beigefarbenen Anzug trug. (Foto: Alex Wong/Getty Images)

Präsident Trump begann den 28. August 2019 damit, auf Fox News zu behaupten, er sei „das Beste, was Puerto Rico jemals passiert ist“. Vor genau fünf Jahren dagegen schlug der damalige Präsident Barack Obama Wellen, weil er einen beigefarbenen Anzug des kürzlich verstorbenen Schneiders Georges de Paris trug. Richtig, „Beige-Gate“ feiert seinen fünften Jahrestag.

Obama wurde nicht nur allgemein von Modeexperten kritisiert, sondern sein heller Look, den er bei einem Briefing des Weißen Hauses trug, empörte auch die Zuschauer der privaten Nachrichtensender. Lou Dobbs nannte ihn „schockierend“, während Kongressmitglied Peter King sagte, er stehe für POTUS „Mangel an Ernsthaftigkeit“ nach den neuesten ISIS-Anschlägen.

#Obama in einem #beigefarbenenAnzug? Welche Botschaft versucht der Präsident damit zu vermitteln? @FoxNews' @EdRollins zum Thema Obamas Imageprobleme

„Es gibt keine Entschuldigung für das, was der Präsident gestern getan hat“, sagte King damals gegenüber Newsmax TV. „Die ganze Welt sieht zu, hält eine oder zwei Wochen lang den Atem an, was die Vereinigten Staaten tun werden. Und dann kommt er – und ich versuche hier nicht banal zu sein – in einem hellen Anzug, einem hellen, beigefarbenen Anzug.“

Vor fünf Jahren trug Barack Obama einen beigefarbenen Anzug – der größte Skandal in der Geschichte der Präsidenten.

Am fünften Geburtstag von „Beige-Gate“ am Mittwoch sehen es viele mittlerweile als ein Beispiel für unschuldigere Zeiten an. Melania Trump musste für ihre Kleidung schon viel Kritik einstecken, insbesondere für ihre Zara-Jacke mit der Aufschrift „I really don`t care, do u?“ (Es ist mir wirklich egal, und dir?), die sie im letzten Jahr bei einem Treffen mit inhaftierten Kindern von Einwanderern trug. Vor diesem Hintergrund erscheint manchen die Empörung über die sommerliche Farbwahl des ehemaligen Präsidenten als nahezu idyllisch.

Obamas beigefarbener Georges de Paris-Anzug wurde von Mode- und Politikexperten gleichermaßen verrissen. (Foto: Alex Wong/Getty Images)

Einer von ihnen ist Pete Souza, ehemaliger Fotograf des Weißen Hauses, der diese nicht ganz ernst gemeinte Hommage an den „skandalträchtigen Tag“ postete:

„An diesem Tag im Jahr 2014 hing Präsident Obama ein BEIGEFARBENES JACKETT über die Lehne seines Stuhls im Oval Office und TRUG DANN DEN ANZUG IM BRIEFING-RAUM DES WEISSEN HAUSES“, schrieb Souza und zählte noch eine Reihe anderer Bagatelldelikte auf, die Obama am 28. August begannen hatte.

Der 28. August (nur gerade Jahre) ist als Skandaltag der Obama-Regierung bekannt.

1. An diesem Tag im Jahr 2010 VERDREHTE Präsident Obama SEIN HANDGELENK beim Fliegenfischen.

2. An diesem Tag im Jahr 2012 gab Präsident Obama ZWEI LEUTEN GLEICHZEITIG einen Fist-Bump.


3. An diesem Tag im Jahr 2014 hing Präsident Obama ein BEIGEFARBENES JACKETT über die Lehne seines Stuhls im Oval Office und TRUG DANN DEN ANZUG IM BRIEFING-RAUM DES WEISSEN HAUSES.


4. An diesem Tag im Jahr 2016 nahm sich der Präsident frei und ich habe keine Fotos von ihm.

Obama selbst schien durch die Kritik, die es für seinen Anzug hagelte, nicht allzu entmutigt. Anscheinend hatte er ihn auch 2012 bei der Hochzeit von Laura, der Tochter der Beraterin Valerie Jarrett getragen.

„Lasst mich zu Beginn sagen, dass ich sehr versucht war, einen beigefarbenen Anzug zu meiner letzten Pressekonferenz zu tragen. Aber Michelle, deren Sinn für Mode etwas besser ist als meiner, hat mir gesagt, dass das im Januar nicht angemessen sei‘“, scherzte er, während er im Januar 2017 in einem marineblauen Standard-Anzug sein letztes Briefing im Weißen Haus gab.

Er hat sich seitdem mit der Modewelt wieder versöhnt und erregte Anfang des Jahres Aufsehen mit seiner personalisierten Rag & Bone Bomberjacke.

Erin Donnelly