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EU baut zentrale Datenbank für Firmen-Finanzinformationen auf

BRÜSSEL (dpa-AFX) -Informationen über die Finanzen und die Nachhaltigkeit von Unternehmen in der EU sollen in einigen Jahren über eine zentrale Datenbank abgerufen werden können. Die Verhandler der EU-Länder und des Europäischen Parlaments verständigten sich am Dienstag in Brüssel darauf, die EU-weite Informationsplattform "European Single Access Point" (ESAP) zu schaffen, wie aus einer Mitteilung der Länder hervorgeht.

Ein kostenloser, benutzerfreundlicher, zentraler und digitaler Zugang zu Finanz- und Nachhaltigkeitsinformationen, die von europäischen Unternehmen veröffentlicht werden, werde den Entscheidungsprozess für ein breites Spektrum von Investoren erleichtern, hieß es. Dies soll auch zur Verwirklichung der Ziele der Kapitalmarktunion beitragen. Bei der Kapitalmarktunion geht es darum, bürokratische Hürden zwischen den Staaten der EU abzubauen, um Unternehmen etwa mehr Möglichkeiten zu geben, sich Geld zu beschaffen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der christdemokratischen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Markus Ferber, sagte, der Zugang zu relevanten Unternehmensinvestitionen sei für viele Anleger immer noch ein Stolperstein - gerade bei grenzüberschreitenden Anlageentscheidungen. Das zentrale Zugangsportal erleichtere Anlegern die Informationssuche und mache Investitionen in europäische Unternehmen attraktiver. "Insbesondere kleinere Unternehmen werden durch das neue Portal an Sichtbarkeit gewinnen", sagte der CSU-Abgeordnete.

Die ESAP-Plattform soll voraussichtlich ab Sommer 2027 verfügbar sein und nicht mit zusätzlichen Informationspflichten für Unternehmen verbunden sein. Die Einigung ist vorläufig, sie muss noch vom Rat der Mitgliedstaaten und vom Parlament bestätigt werden.