Europäische Städtereisen: Sehenswürdigkeiten im Preisvergleich

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
Big Ben und Westminster Bridge in London. (Bild: Getty)

Städtetrips sind eine tolle Sache. Doch sie können auch schnell ins Geld gehen. So manche Metropole verlangt für den Besuch ihrer Sehenswürdigkeiten ein kleines Vermögen. Ein Ranking zeigt, wo es am teuersten und am günstigsten ist und wo es kostenlose Top-Attraktionen gibt.

Wer im Urlaub viel erleben möchte, ist mit Städtereisen gut beraten. Allerdings sind die Aufenthalte in Großstädten manchmal kostspielig. Während eine Unterkunft meist auch günstig über Community-Plattformen wie Airbnb gebucht werden kann, geht oft viel Geld für Shopping, Verpflegung und Sightseeing drauf.

Die meisten Metropolen in Europa lassen sich den Besuch ihrer Sehenswürdigkeiten gut bezahlen. Das Barcelona-Museum hat ein Ranking der 25 teuersten und günstigsten Städte in Bezug auf die Gesamtkosten ihrer zehn populärsten Sehenswürdigkeiten erstellt. Als Grundlage dienten die häufigsten Suchanfragen bei Google und offiziellen Preise zur Hochsaison.

In diesen Städten wird es teuer

Demnach liegt London auf Platz 1 der zehn kostspieligsten Städte, dicht gefolgt von Stockholm und Barcelona. In London befinden sich auch die zwei kostspieligsten Touristen-Attraktionen. Eine Fahrt im berühmten Riesenrad London Eye schlägt mit 31,56 Euro zu Buche, die Besichtigung des Tower of London kostet 28,05 Euro. Zusammen mit den übrigen acht populärsten Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt fallen Gesamtkosten von 148,29 Euro an, errechnete das Barcelona-Museum.

Eine Fahrt im berühmten London Eye dauert etwa 30 Minuten und kostet mehr als 30 Euro. (Bild: Getty)

Auf Platz 3 der teuersten Sehenswürdigkeiten liegt mit rund 27 Euro die Stadtmauer von Dubrovnik. Auf Platz 4 und 5 folgen Attraktionen in Barcelona: Der Besuch von Camp Nou und der Casa Batllo kosten zusammen rund 50 Euro pro Person. Ähnlich teuer ist mit 24 Euro ein Besuch im Abba-Museum in Stockholm.

Top 10 der Gratis-Sehenswürdigkeiten

Unter den beliebtesten Sehenswürdigkeiten, die Touristen gratis besichtigen können, taucht Rom mit dem Petersdom und dem Pantheon gleich zwei Mal auf. Paris ist mit der Sacré-Cœur vertreten, die an die Stelle der zerstörten Notre Dame getreten ist. Edinburgh bietet freien Eintritt ins Royal Museum und Oslo in die Festung Akershus.

Wer deutsche Metropolen besucht, schont die Urlaubskasse. Denn die hiesigen Großstädte tauchen in den Top 10 der vergleichsweise günstigsten Ziele auf.

„Um beispielsweise die zehn beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Dresden zu besichtigen, darunter die Frauenkirche oder die Semperoper, müssen insgesamt 55€ bezahlt werden. Berlin, das mit 13,5 Millionen Besuchern im Jahre 2018 als das beliebteste deutsche Reiseziel gilt, ist mit 46,50€ sogar noch günstiger. Unterbieten kann das nur München: Mit 40,50€ in der Urlaubskasse können die zehn gefragtesten Attraktionen besucht werden“, heißt es im Bericht. So gehören etwa auch der Reichstag in Berlin sowie der Zwinger in Dresden zu den Top 10-Attraktionen, die kostenfrei besichtigt werden können.

Am meisten sparen Touristen, wenn sie eine Reise nach Prag unternehmen. Mit etwa der Karlsbrücke, der Prager Burg oder dem Veitsdom hat die tschechische Stadt viel Sehenswertes zu bieten. Laut Barcelona-Museum kosten dort nur zwei der zehn beliebtesten Attraktionen Eintritt und die schlagen zusammen mit 23 Euro zu Buche.

Schloss Nymphenburg in München. (Bild: Getty)

Insgesamt sorgte der Preisvergleich für die ein oder andere Überraschung, vor allem, dass München und Berlin im Ranking so weit unten liegen. Zusammen mit Prag und Athen eignen sich die beiden deutschen Städte demnach gut für Low-Budget-Reisen.

Tipp: Egal, wohin die nächste Reise gehen soll, es lohnt sich, vor Reiseantritt im Internet nach Sparangeboten zu suchen. Wer etwa schon im Voraus bezahlt oder mehrere Attraktionen mit einem Ticket bucht, kann oft kräftig sparen.

Lesen Sie auch: Mehr Urlaub in 2020: Brückentage clever nutzen