Ex-Gladbacher Bobadilla jubelt unten ohne

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Den Trikotjubel, der inzwischen automatisch mit Gelb bestraft wird, kennt man. Ex-Bundesliga-Spieler Raúl Bobadilla erreichte mit seiner extravaganten Geste jetzt das nächste Level.

So sieht der Mann mit Hemd und Hose aus: Raul Bobadilla, ausgeliehen an Club Guarani in Paraguay. (Bild: REUTERS/Amanda Perobelli)
So sieht der Mann mit Hemd und Hose aus: Raul Bobadilla, ausgeliehen an Club Guarani in Paraguay. (Bild: REUTERS/Amanda Perobelli)

Bobadilla ist inzwischen 33 und momentan eigentlich unter Vertrag bei den Argentinos Juniors. Die aber haben den Stürmer an den paraguayischen Nachbarn Club Guarani ausgeliehen, und Bobadilla scheint es dort zu gefallen. In 18 Spielen durfte er schon neun Mal jubeln.

Da muss man sich schon ein bisschen was einfallen lassen, um beim Torjubel aufzufallen. Und so sprintete Bobadilla nach seinem Tor zum entscheidenden 3:1 gegen Libertad kurzerhand Richtung Eckfahne, riss sich Trikot und gleich auch noch den GPS-Tracking Bustier vom Leib und zog hernach seine Hose ein paar entscheidende Zentimeter herunter. Das ganze natürlich, erfahrener Profi der er ist, direkt vor den Kameras.

Nach dem Blitzer entschuldigte sich der geständige Spieler: “Es tut mir leid, ich hoffe, meine Frau hat das nicht gesehen.” Sie könne aber ganz beruhigt beruhigt sein, so Bobadilla weiter: “das alles gehört sowieso ihr.” Interessanterweise hatte der Schiedsrichter von dem Geschehen gar nichts mitbekommen, und so kam Bobadilla ohne Strafe davon. Der Verband kündigte aber an, nach Ansicht der Fernsehbilder ein Verfahren einzuleiten.

Mehr Skandale als Tore

Von 2009 bis 2012 spielte der Stürmer bei Borussia Mönchengladbach und erzielte dort in 59 Partien 8 Tore. Erfolgreicher war er beim FC Augsburg, wo er in 94 Spielen 21 mal traf. 2017 kehrte er noch einmal nach Mönchengladbach zurück, bevor er sich endgültig von der Bundesliga verabschiedete und wieder in seine Heimat wechselte.

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Auch in seiner Zeit in Deutschland und der Schweiz war der paraguayische Nationalspieler kein Kind von Traurigkeit gewesen. Meistens sind (zu) schnelle Autos involviert: Fahrverbote und Geldstrafen wegen Alkohol am Steuer, Führerscheinentzug wegen zu schnellem Fahrens, sogar sechs Monate Bewährungsstrafe in der Schweiz hat er auf seinem Konto. Nach einer Prügelei wird er zudem 2014 noch wegen Körperverletzung angezeigt.

Im Cup-Finale gab es dann übrigens für Bobadilla keinen Grund mehr, sich zu entkleiden. Er veschoss im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfer und Guarani musste sich Rekordsieger Olimpia Asunción geschlagen geben. Lange muss er sich den peinlich berührten oder - je nachdem - anerkennenden Blicken der Guarani-Fans nicht mehr aussetzen. Seine Ausleihe ist gerade zu Ende gegangen.

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