Richtig handeln, wenn man was im Auge hat

Mit einem Taschentuch im Auge zu reiben, ist laut Expertin eher keine gute Idee. (Bild: Getty Images)

Viele kennen das unangenehme Gefühl, wenn das Auge plötzlich aufgrund eines Fremdkörpers drückt, juckt oder gar schmerzt. Als Reaktion fangen die meisten an zu reiben – doch das macht die Sache meist noch schlimmer. Was wirklich hilft.

Meist sind es Mascara, Staubkörner, Wimpern oder winzige Insekten, die im Auge landen. Dann will man sich schnellstmöglich von dem Fremdkörper befreien, denn das Gefühl ist extrem unangenehm. Die Hornhaut des Auges ist eine der schmerzempfindlichsten Stellen des menschlichen Körpers. Grund dafür ist, dass sich das Nervensystem der Hornhaut sehr nah an der Oberfläche des Auges befindet. Sobald also etwas ins Auge gerät, beginnt es dort stark zu schmerzen oder zu brennen, erklärt Augenexperte Dr. Ming Wang vom Wang Vision 3D Cataract and LASIK Center in Nashville, Tennessee gegenüber „bustle.com“.

Wenn Haare oder Insekten auf dem Auge landen, rutschen sie zu allem Überfluss auf der feuchten Oberfläche meist direkt tief unter das untere Augenlid. Im besten Fall hilft die Tränenflüssigkeit, den Fremdkörper schnell wieder aus dem Auge zu spülen. Neben ihrer Funktion als Feuchthaltemittel der Hornhaut kommt der Tränenflüssigkeit nämlich genau diese Aufgabe zu – sie hält das Auge sauber. Doch nicht immer schafft es der Körper allein. In diesem Fall sollte das Auge mit einer sterilen Kochsalzlösung oder Augentropfen aus der Apotheke ausgespült werden. Wer nichts davon zur Hand hat, kann im Notfall auch Wasser benutzen. Man kann dabei das Lid leicht nach vorne ziehen, damit die Flüssigkeit den betroffenen Bereich erreicht.

Auf keinen Fall sollte versucht werden, den Fremdkörper mit dem Finger oder Taschentuch zu entfernen. Dadurch könnte dieser nur noch tiefer unter das Lid gedrückt werden. Zu fester Druck oder Fingernägel können das Auge zudem schädigen. Bei hartnäckigen Fällen sollte schnellstmöglich ein Augenarzt aufgesucht werden, um Folgeschäden zu verhindern.