EZB-Klimatest sieht 45%-Abwertung flutgefährdeter Häuser vor

·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Europäische Zentralbank gibt den Kreditinstituten im Rahmen ihres Klima-Stresstests vor, die Auswirkungen eines Wertverlusts von bis zu 45% innerhalb eines Jahres bei den am meisten flutgefährdeten Immobilien durchzurechnen. Das berichtet Fernando de la Mora, Managing Director bei Alvarez & Marsal, gegenüber Bloomberg.

Deutsche und niederländische Banken wären von diesem Risiko am stärksten betroffen in dem EZB-Test zur Widerstandsfähigkeit des Bankensektors gegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Es wird damit gerechnet, dass die EZB Ende dieser Woche ihre Szenarien veröffentlicht.

De la Mora arbeitet mit Banken an der Vorbereitung auf den Stresstest. Eine Sprecherin lehnte es ab, sich im Vorfeld des Tests zu Einzelheiten zu äußern.

In einer separaten Studie im vergangenen Jahr hat die EZB festgestellt, dass 22% der Bankkredite im Euroraum mit einem hohen physischen Risiko behaftet sind - etwa dadurch, dass beliehene Immobilien durch Waldbrände oder Überschwemmungen zerstört werden.

Die Studie von letztem September ergab, dass Österreich, die Niederlande, Deutschland und Frankreich stärker von Überschwemmungen bedroht sind, während Waldbrände in Italien und Spanien eine größere Gefahr darstellen.

Überschrift des Artikels im Original:

ECB Wipes 45% Off Home Prices in Harshest Bank Climate Test

More stories like this are available on bloomberg.com

©2022 Bloomberg L.P.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.