Facebook, Instagram und WhatsApp: Das war die Ursache für den siebenstündigen Ausfall

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Facebook, Instagram und WhatsApp waren am Montagabend stundenlang nicht erreichbar. (Bild: 2021 Ercin Erturk/Anadolu Agency via Getty Images)
Facebook, Instagram und WhatsApp waren am Montagabend stundenlang nicht erreichbar. (Bild: 2021 Ercin Erturk/Anadolu Agency via Getty Images)

Fast sieben Stunden lang waren die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram sowie der Messengerdienst WhatsApp am Montagabend nicht erreichbar. Nun, da die Dienste wieder laufen, verrät der Konzern die Ursache für den weltweiten Zusammenbruch.

Es war ein Albtraum für viele Social-Media-affinen Menschen sowie für etliche Unternehmen: Am Montagabend gegen 18 Uhr deutscher Zeit waren die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram sowie der Messengerdienst WhatsApp plötzlich nicht mehr erreichbar. Fast sieben Stunden dauerte der weltweite Ausfall. Inzwischen sind die Dienste wieder verfügbar, und der Fehler scheint gefunden, wie der Konzern in einem Blogbeitrag berichtet.

"Unsere Technikteams haben festgestellt, dass Konfigurationsänderungen an den Backbone-Routern, die den Netzwerkverkehr zwischen unseren Rechenzentren koordinieren, Probleme verursacht haben, die diese Kommunikation unterbrochen haben", schreibt Facebook auf seinem Blog. Die Unterbrechung des Netzwerkverkehrs habe sich anschließend "kaskadenartig" auf die Kommunikation der einzelnen Rechenzentren untereinander ausgewirkt. Am Ende sei es schließlich zum Stillstand gekommen. Der Konzern schreibt weiter, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass Nutzerdaten während des Ausfalls gefährdet worden seien.

Reger Zulauf für Twitter

Für den Konzern hatte der Ausfall vor allem finanzielle Auswirkungen: Die Facebook-Aktien stürzten im US-Nachmittagshandel am Montag um 5,3 Prozentpunkte ab. Außerdem berichtet das Werbeunternehmen Standard Media, dass pro Stunde Ausfall allein in den USA 545.000 Dollar an Werbeeinnahmen verloren gingen. Doch auch die interne Kommunikation zwischen den Facebook-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern war während des Ausfalls gestört. Berichten zufolge mussten sie deshalb auf alternative Angebote wie Zoom oder LinkedIn ausweichen.

Während des Ausfalls von Facebook, Instagram und WhatsApp erlebte vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter einen regen Zulauf. Viele Nutzerinnen und Nutzer tauschten sich hier mehr oder weniger ernsthaft über den stundenlangen Ausfall aus. Selbst Facebook nutzte den Dienst der Konkurrenz, um über den aktuellen Stand der Störung zu berichten. Doch auch an der Suchmaschine Google ging der Vorfall nicht spurlos vorüber: Allein in Deutschland verzeichnete Google mehr als zehn Millionen Suchanfragen zu Begriffen rund um die Störungen. Ähnlich sah es in den USA, in Großbritannien und weiteren Ländern aus.

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