Fake-Konten: Facebook deckt russische und iranische Netzwerke auf

teleschau

Facebook intensiviert seine Abwehrmaßnahmen gegen Wahlbeeinflussung auf seiner Plattform. Laut eigenen Angaben unterband das soziale Netzwerk eine russische sowie drei iranische Kampagnen.

Facebook hat nach eigenen Angaben eine russische sowie drei iranische Kampagnen gestoppt. Dies teilte der Konzern am Montag mit. Ziel der russischen Operation sei es demnach gewesen, die politische Meinung in den USA im Hinblick auf die Wahlen 2020 zu beeinflussen. Die iranischen Kampagnen nahmen neben den USA auch Nutzer aus dem frankofonen Nordafrika sowie aus Lateinamerika ins Visier.

Wie Sicherheitschef Nathaniel Gleicher in einem Blogbeitrag schreibt, habe Facebook vier separate Netzwerke, bestehend aus Seiten, Gruppen und Fake-Nutzerkonten von der Plattform entfernt. Die russische Kampagne sei "gut finanziert" gewesen. Zudem habe man "einige Verbindungen" zur berüchtigten Internet Research Agency (IRA) aus St. Petersburg ausmachen können. Die Akteure hätten demnach konstant versucht, ihre Identität zu verschleiern. Sie hätte sich weiterhin als lokal ansässig ausgegeben und - ähnlich wie 2016 - Beiträge zu kontroversen politischen Themen gepostet.

Facebook kündigte außerdem an, seine Abwehrmaßnahmen zu erhöhen und auch den Kampf gegen Falschnachrichten zu intensivieren. So sollen staatlich kontrolliere Medien - wie etwa der russische TV-Sender RT - entsprechend gekennzeichnet werden. Des Weiteren werde Facebook Beiträge, die von "Fact Checkern" als falsch markiert wurden, prominenter kennzeichnen sowie Werbung verbieten, die dazu auffordert, nicht wählen zu gehen. In einem Telefongespräch mit Journalisten erklärte Mark Zuckerberg, das Unternehmen sei 2016 "auf dem falschen Fuß erwischt" worden, man habe aber dazugelernt.