Film, Mode und Beauty – eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen

Lisa Trautmann

Zu Beginn jedes Jahres wird uns vor lauter Events zu Film und Mode nun wirklich keine Pause gegönnt. Auf die Fashion Weeks folgt die Berlinale, es folgen weitere Fashion Weeks, dazwischen noch Golden Globes und die Oscars. Man weiß manchmal überhaupt nicht mehr, wohin mit den ganzen Eindrücken, doch irgendwie gehen sie doch auch wunderbar Hand in Hand, die Mode und der Film. So wurde auf der diesjährigen Berlinale die legendäre und oscarprämierte Kostümbildnerin Milena Canonero mit einem goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt. Der amerikanische Modedesigner Tom Ford kann sich nach zwei erfolgreichen Filmen auch zurecht als Regisseur feiern lassen. In den 1930er Jahren wurde Coco Chanel persönlich nach Hollywood eingeladen, um der Traumfabrik mit ihren Entwürfen zu neuem Glamour zu verhelfen. Auch hinter der Kamera gehen internationale Modemarken nützliche Kooperationen ein. Wie etwa Canada Goose, dessen über 20-jährige Zusammenarbeit mit der internationalen Filmindustrie eher aus einer Not entstand. Dreharbeiten im Winter und an unwirtlich kalten Orten verlangten nach Kleidung für Crew und Schauspieler, die zuverlässig wärmt – die Jacken für Polarexpeditionen der Kanadier konnten hier Abhilfe schaffen. Das Modell Mystique, welches sich Schauspielerin Rebecca Romijn ursprünglich für die Dreharbeiten von X-Men hat anfertigen lassen, schaffte es gar in den Handel und wird unter anderem von Popstar Rihanna rauf und runter getragen.

Die Beautyindustrie hat die Filmfabrik natürlich ebenfalls schon vor langer Zeit für sich entdeckt. Mac Cosmetics bringt regelmäßig Sondereditionen seiner Produkte heraus, die in Zusammenarbeit mit großen Filmproduktionen entstanden sind. Und L'Oréal ist seit mehreren Jahren bereits offizieller Hauptpartner der Berlinale. Als Uma Thurman den Chanel Nagellack „Rouge Noir“ in Pulp Fiction trug, war dieser über Monate vergriffen. Der letzte Trend, der aus Hollywood zu uns herüber geschwappt kam, ist makellose Haut mit einem frischen Look. Dr. Barbara Sturm, Gründerin von Molecular Cosmetics und Lieblingsärztin der Stars, weiß, warum die Promis diesen Trend lieben: „Hollywood-Starswollen im Moment alle kleine Poren und diesen besonderen Glow im Gesicht. Dieser Glow ist fast schon ein mystisches Wort und geht Hand in Hand mit dem Trend, natürlich auszusehen“, so die Beatuyexpertin.

Oftwird eine Marketingmaschine angeworfen, die selbstredend eher der Vermarktung des Filmes dient oder ein durchschnittliches Produkt interessant machen soll. Nicht selten sind aus der Symbiose von Film, Mode und Beauty aber Produkte entstanden, die nicht nur kultig, sondern wunderschön und mit Tiefe daherkommen. Ein Beispiel? Die neue Kollektion von Christopher Kane, die der Designer eigens zur Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ mit Emma Watson designt hat. Also, liebe Traumfabriken aus aller Welt, keep it coming.

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