Finanzielle Probleme: Trumps Twitter-Klon kann Rechnungen nicht zahlen

Ex-Präsident Donald Trump muss um die Zukunft seines Netzwerks Truth Social bangen. (Bild: 2022 Getty Images/Brandon Bell)
Ex-Präsident Donald Trump muss um die Zukunft seines Netzwerks Truth Social bangen. (Bild: 2022 Getty Images/Brandon Bell)

Mehr als eine Million Dollar soll Trump dem Hosting-Anbieter seines sozialen Netzwerkes Truth Social schulden. Laut US-Medienberichten sei auch der Börsengang des Unternehmens in Gefahr.

Nur ein halbes Jahr nach dem Start von Truth Social scheint das soziale Netzwerk bereits in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Wie unter anderem die "Washington Post" berichtet, sei die von Donald Trump ins Leben gerufene Plattform Zahlungen in Höhe von mehr als einer Million US-Dollar an seinen Hosting-Anbieter nicht nachgekommen. Zudem habe der Twitter-Klon allein in den vergangenen sechs Monanten rund 6,5 Millionen Dollar Verlust gemacht.

In einer kürzlich veröffentlichten Börsenmitteilung von Digital World Acquisition (DWA) - einem Unternehmen, das Trumps Seite an die Börse bringen will - heißt es: "Der Erfolg der Unternehmensfusion hängt zum Teil von der Popularität der Marke TMTG und dem Ruf und der Popularität ihres Vorsitzenden, Präsident Donald J. Trump, ab." Wie DWA warnt, hänge das Geschäft stark davon ab, ob "Präsident Trump weiter an Beliebtheit verliert oder es weitere Kontroversen gibt, die seiner Glaubwürdigkeit schaden".

Trump hatte Truth Social im Herbst 2021 gegründet, nachdem Twitter und Facebook ihn aufgrund seiner aufwiegelnden Äußerungen rund um den Sturm auf das US-Kapitol gesperrt hatten. Das Unternehmen Trump Media & Technology Group ließ damals verlauten, sich selbst als Konkurrent des "liberalen Medienkonsortiums" zu verstehen und den Firmen aus dem Silicon Valley den Kampf ansagen zu wollen. Zudem hieß es anlässlich des Starts der Plattform, Truth Social ziele darauf ab, der "Tyrannei der großen Tech-Unternehmen die Stirn bieten".