Warum ein Fitnesstrainer euch rät, das Krafttraining nicht auszulassen, wenn ihr besser laufen wollt

Viele Läufer meiden Krafttraining aus Angst, sie könnten dadurch ihr Cardiotraining vernachlässigen, sagt Chris Travis, Trainer und Inhaber von Seattle Strength and Performance. „Viele haben irgendwann mal gesagt bekommen, dass Krafttraining schlecht für das Laufen sei. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall“, so Travis gegenüber Business Insider. „Wenn Läufer mit uns trainieren, merken sie oftmals schnell, dass sie stärker und schneller werden, wenn sie weniger laufen und stattdessen hin und wieder Krafttraining machen.“

Insbesondere dann, wenn ihr die Muskeln in eurem unteren Rücken, eurem Bauch und euren Beinen trainieren würdet, könntet ihr eure Geschwindigkeit, Ausdauer und Effizienz beim Laufen verbessern, so Travis.

Übungen wie Hip Thrusts und Leg Curls können eure Geschwindigkeit verbessern

Zwar seien einige Menschen vom Krafttraining eingeschüchtert, allerdings verfolge sein Fitnessstudio die Philosophie, dass jede Person Spaß an dieser Form des Muskelaufbaus finden kann – vom absoluten Anfänger bis zum Athleten, so Travis.

„Wer noch nie zuvor Krafttraining gemacht hat, hat oftmals keine Ahnung, was ihn erwartet. Viele wissen gar nicht, welche Vorteile Krafttraining für den Trainingserfolg und das Leben generell haben kann“, sagte er.

Durch Krafttraining können Läufer mehr Kraft, Gleichgewicht und Stabilität im Unterkörper entwickeln. Das verbessert nicht nur die Geschwindigkeit und Belastbarkeit, sondern senkt auch das Verletzungsrisiko.

Travis empfiehlt Athleten, vor allem die Rückseite der Beine zu trainieren, wie die Gesäßmuskeln und Kniesehnen. Diese werden oftmals vernachlässigt.

Dafür eigneten sich besonders Übungen wie Hip Thrusts oder Glute Bridges (mit einem oder beiden Beinen) sowie Curls mit einem Gymnastikball, sagte Travis.

Übungen für eure Körpermitte, wie Pallof Press und Farmer Carry, können eure Stabilität verbessern

Viele Menschen würden vergessen, dass beim Laufen die Muskeln in der Körpermitte beansprucht werden, so Travis. Daher sei es wichtig, Stabilität in exakt dieser Region aufzubauen.

„Euer Bauch und euer unterer Rücken verbindet die obere und untere Hälfte eures Körpers. Je mehr Muskeln in diesen Bereichen aufgebaut werden, desto besser wird eure Ausdauer und Schnelligkeit“, betonte er.

Beginnt mit Grundübungen wie Sit Ups oder Planks. "Sobald ihr diese richtig ausführen könnt, solltet ihr zu seitlichen Planks übergehen", sagte Travis.

Habt ihr den Dreh einmal raus, empfiehlt Travis Übungen, bei denen es auf Gleichgewicht und Stabilität ankommt, wie beispielsweise die Pallof-Presse oder Plank Drags mit Gewichten.

Da eure Körpermitte nicht nur aus Bauchmuskeln besteht, solltet ihr jedoch auch an eurer Hüftmuskulatur arbeiten. Diese kann Verletzungen vorbeugen und während eines Laufs für Stabilität sorgen.

Um eure gesamte Körpermitte auf einmal zu beanspruchen, einschließlich Gesäß-, Hüft-, Bauch- und Rückenmuskulatur, könnt ihr euch ein paar Gewichte schnappen und Ausfallschritte machen, während ihr je ein Gewicht in jeder Hand haltet.

Bei einer anderen Variante dieser Übung haltet ihr das Gewicht nur in einer Hand, wodurch ihr gezwungen seid, das Gleichgewicht zu halten, indem ihr eure Körpermitte anspannt.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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