"Fleets": Twitter testet verschwindende Beiträge

teleschau

Nach dem Erfolg des Messengers Snapchat oder den "Stories" auf Instagram experimentiert auch Twitter mit verschwindenden Beträgen. "Fleets" sollen nach 24 Stunden für immer verschwinden - und weniger Druck auf Nutzer ausüben.

Der Messenger Snapchat hat es vor neun Jahren vorgemacht und einen Trend ausgelöst: Es geht um Nachrichten mit Selbstzerstörungsfunktion. Nun experimentiert auch Twitter mit verschwindenden Beiträgen. Wie das Unternehmen mitteilte, werde eine entsprechende Funktion derzeit getestet - allerdings nur in Brasilien und lediglich in den Smartphone-Apps. Die Beiträge sollen sich demnach nach 24 Stunden selbst löschen und "Fleets" heißen - nach dem englischen Adjektiv "schnell" oder auch "flink". Der Selbstzerstörungsfunktion gelte nicht nur für textbasierte Nachrichten, sondern auch für Bilder und Videos.

Man wolle mit diesem Schritt dafür sorgen, dass Nutzer Gespräche mit mehr Kontrolle und weniger Druck führen, schließlich seien Tweets dauerhaft öffentlich. Entsprechend können "Fleets" auch nicht wie herkömmliche Beiträge "retweetet" werden - ebenso seien öffentliche Kommentare nicht möglich.

Twitter hat Brasilien nicht zufällig ausgewählt. Dem Unternehmen zufolge werde der Dienst in dem Land besonders intensiv genutzt. In Brasilien soll sich daher zeigen, wie verschwindende Nachrichten die Art der Kommunikation beeinflussen. Abhängig von den Ergebnissen der Tests könnte die Funktion also auch bald in anderen Ländern eingeführt werden.