Folgen der Coronakrise: Airbnb entlässt ein Viertel seiner Mitarbeiter

teleschau

Dass die Corona-Pandemie den US-Zimmervermittler Airbnb besonders hart treffen würde, war abzusehen. Zuletzt konnte das Unternehmen rund zwei Milliarden US-Dollar an Kapital einsammeln - trotzdem müssen nun ein Viertel der Mitarbeiter gehen.

Während die meisten IT-Riesen kaum von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind, gerät Airbnb zunehmend in Schwierigkeiten. Das überrascht kaum: Der Tourismus ist von der Krise vermutlich am stärksten betroffen - und Airbnb vermittelt Zimmer. Wie nun bekannt wurde, hat das US-amerikanische Unternehmen rund ein Viertel seiner Mitarbeiter entlassen.

Wie Airbnb-Chef Brian Chesky in einer Mitteilung an die Mitarbeiter schreibt, habe er "sehr traurige Neuigkeiten" zu verkünden. Demnach habe das Unternehmen bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft, zu sparen und Kapital einzusammeln. Obwohl es kürzlich gelang, rund zwei Milliarden US-Dollar von Investoren zu akquirieren, habe Airbnb nun "noch weiter gehen müssen". Denn schließlich wisse man nicht, wann das Reisen wieder möglich sei.

Das Reiseverhalten der Menschen, so Chesky, werde sich nachhaltig verändern. Die Menschen würden etwa nicht mehr so weit reisen wollen. Daher müsse es nun "fundamentale Veränderungen" geben, hin zu einer "fokussierten Geschäftsstrategie" - fast 1.900 der insgesamt 7.500 Mitarbeiter müssen gehen, dies entspreche rund einem Viertel der Belegschaft. Immerhin: Die Betroffenen erhalten nach Airbnb-Angaben eine Abfindung, zudem sollen ihnen nach Möglichkeit neue Stellen vermittelt werden.