Forderung nach mehr Vielfalt: Revolutioniert dieser Film die Modeindustrie?

Es wird Zeit, alte Schönheitsideale zu verdrängen. (Bild: AP Photo)

Plus-Size ist gerade total gefragt – doch genügt das wirklich, um an gängigen Schönheitsidealen zu rütteln? Ein neuer Film will die Modebranche endgültig aufmischen. Filmemacherin Jenny McQuaile fordert mehr Vielfalt in allen Bereichen der Fashion-Industrie. Helfen soll dabei ihre Dokumentation „Straight/Curve“.

Kurvigen Schönheiten wie Ashley Graham, Iskra Lawrence oder Tess Holiday ist in den letzten Jahren der Sprung ins Modelbusiness gelungen. Mit Frauen wie ihnen beschäftigt sich auch die neue Doku von McQuaile. Was als Projekt über Plus-Size-Beautys begonnen hat, entwickelte sich allmählich zu einer Geschichte, die tiefer geht. Es geht nicht mehr nur um dick oder dünn. Das Grundproblem soll angesprochen werden: der Mangel an Diversität in der Modebranche und den sozialen Medien sowie die negative Selbstwahrnehmung, die damit bei vielen Frauen einhergeht.


„Selbst wenn man sich nicht für die Fashionbranche interessiert, kann man nicht ignorieren, was der Grund für ein negatives Körperbild ist – und das hat nichts mit Mode, sondern nur etwas mit uns Menschen zu tun“, erklärt die Filmemacherin gegenüber dem Magazin „Elle“. „Einer der wichtigsten Passagen in dem Film ist die, in der junge Mädchen über ihr Körperbild sprechen. Wenn junge Mädchen uns sagen, dass sie sich angeekelt oder wertlos fühlen, können wir das einfach nicht mehr ignorieren.“

Mit ihrer Dokumentation will Jenny McQuaile allen, egal, ob Mann oder Frau, jung oder alt, schwarz oder weiß, zeigen: Keiner ist allein. Ihr seid gut so, wie ihr seid. „Es ist nicht okay, dass junge Menschen im Jahr 2017 nur aufgrund ihres Aussehens das Gefühl haben, etwas nicht tun zu können oder ihre Träume nicht realisieren zu dürfen. Das ist einfach nicht richtig und wir müssen etwas dagegen tun. Einen Beitrag dazu soll der Film „Straight/Curve“ leisten, der am 21. Juni in den USA anläuft.