Frau ist nach McDonald's tagelang schlecht – wegen dieses Fehlers

Alice Tielich
Freie Autorin

Eine junge Frau geht zu McDonald’s, beisst in ihren Burger – und fühlt sich dann tagelang ganz elend. Der Grund ist der Fehler eines Angestellten, der für die Kundin vermeintlich weitreichende Folgen hat. Im Internet wird der Fall nun hitzig diskutiert.

Für eine 19-Jährige Britin wurde der Besuch bei McDonald's zum Horror. (Symbolbild: Getty Images)

Wie “The Sun” berichtet, bestellte die 19-jährige Clancy Bogue in dem Fastfood-Restaurant ein vegetarisches Menü. Als sie allerdings in den Burger biss, war sie vom Geschmack des vegetarischen Patties irritiert. Also warf sie einen Blick in das Burger-Brötchen und musste zu ihrem Entsetzen feststellen, dass ihr fälschlicherweise ein Chickenburger ausgehändigt wurde.

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Als sie den Fehler bemerkte, war es aber schon zu spät. Laut Clancy hatte sie ein schreckliches Gefühl im Magen und musste sich fast übergeben. Sie fühlte sich regelrecht krank und betonte, wie sehr sie dieses Ereignis erschüttere – schließlich sei sie ein Leben lang Vegetarierin. Tagelang hielten die Beschwerden an.

Ist die Reaktion der Kundin überzogen?

Die Geschichte kursierte bald in den sozialen Netzwerken, und die meisten Nutzer hatten wenig Verständnis für die Reaktion der 19-Jährigen:

“Komm wieder klar, Clancy, es ist ja nicht so, als hätte man dir etwas gegeben, auf das du allergisch bist. Es war ein schlichter Fehler. Wenn du Fleisch so sehr hasst, solltest du wie jeder andere in dieser Position doppelt checken, was du isst.”

Andere können nicht nachvollziehen, warum eine so strikte Vegetarierin überhaupt bei einem Konzern isst, der für seine Fleischprodukte bekannt ist:

“Hör einfach auf, bei McDonald’s zu essen. Ich verstehe nicht, wie jemand, der gegen das Abschlachten von Tieren ist, sein Geld überhaupt in so einen Laden trägt. Sie machen vegetarische Menüs nur, weil sie wirklich keine andere Wahl mehr hatten und die Qualität des Essens ist grundlegend schrecklich.”

So ganz scheint man die Klagen der jungen Frau nicht ernst zu nehmen. Aber ist es tatsächlich so, dass Vegetarier sofort gesundheitliche Konsequenzen erleiden, wenn sie doch ein Stück Fleisch essen? Diese Frage treibt auch manche Vegetarier oder Veganer um, die überlegen, wieder zu Mischkost zurückzukehren.

Vertragen Vegetarier Fleisch überhaupt?

Wie “geo.de” erklärt, ist es wohl ein Mythos, dass langjährige Vegetarier Fleisch nicht mehr vertragen. Zumindest aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der Verzehr von Fleisch unbedenklich, auch nach einer längeren Abstinenz. Schließlich mussten auch unsere Vorfahren oftmals lange Zeit auf Fleisch verzichten, wenn die Jagd nicht von Erfolg gekrönt war. Und der Mensch ist von Natur aus ein “Allesfresser”, das zeigt sich schon an der Anatomie, beispielsweise dem Gebiss.

Allerdings sollten die Betroffenen mit kleinen Portionen beginnen. Denn in der Darmflora von “Veggies” befinden sich mehr Mikroben, die auf den Abbau von Kohlehydraten und eben nicht so sehr auf Proteine spezialisiert sind. Ein riesiges Steak könnte da beim ersten Versuch zumindest die auf Pflanzenkost eingestellte Darmflora überfordern.

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Die einzige Hürde, die bislang rein vegetarisch lebende Menschen tatsächlich überwinden müssen, könnte der Ekel vor Fleisch sein. Oder aber die moralischen Bedenken, mit Fleischkonsum eben auch an dem Tierleid mitverantwortlich zu sein, dass mit der Fleischproduktion verbunden ist.

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