Nasen-OP mit fatalen Folgen: Frau verliert beide Beine

Style International Redaktion
·Lesedauer: 2 Min.

Eine junge Frau musste sich beide Beine unterhalb der Knie amputieren lassen, nachdem sie sich in einer Klinik für Schönheitschirurgie in der Türkei einer Nasen-OP unterzogen hatte. Nun geht die Sache vor Gericht.

Sevinc Ceklik (links) verlor nach einer Nasenverkleinerung beide Beine. Quelle: Newsflash/Australscope
Sevinc Ceklik (links) verlor nach einer Nasenverkleinerung beide Beine. Quelle: Newsflash/Australscope

Sevinc Ceklik war 25 Jahre alt, als sie sich dazu entschied, sich in einem privaten Krankenhaus in Istanbul die Nase verkleinern zu lassen.

Krankenhaus leugnet Symptome einer Sepsis

Nach einer zweistündigen Operation am 2. Mai 2014 war sie zunächst wohlauf und wurde nach Hause geschickt. Doch dann bekam sie hohes Fieber.

Das Krankenhaus stritt ab, dass dies ein schlechtes Zeichen sei. Es bestand selbst dann noch darauf, dass es Ceklik gut ginge, als diese sich dort eine Woche später die Schiene entfernen ließ. Laut regionalen Medien wurde ihr dort gesagt, ihre Symptome seien normal.

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Allerdings verschlechterte sich ihr Zustand in den nächsten Tagen trotz der Versicherungen ihrer Ärzte weiter.

Richtige Diagnose erst, als es fast zu spät ist

Ihrem Bruder zufolge konnte Sevinc nichts essen, da ihr ständig übel war. Dann wurden ihre Beine schwarz und sie wurde Anfang Juni in einem kritischen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Notfallärzte stellten bei ihr schließlich eine Blutvergiftung fest und sagten sie ihrer Familie, dass sie keine andere Wahl hatten, als beide Beine zu amputieren, um Sevincs Leben zu retten.

Sevinc Ceklik, nachdem ihr beide Beine unterhalb der Knie abgenommen werden mussten. Quelle: Newsflash/Australscope
Sevinc Ceklik, nachdem ihr beide Beine unterhalb der Knie abgenommen werden mussten. Quelle: Newsflash/Australscope

Sevinc hat mittlerweile Klage eingereicht und fordert eine Entschädigung von umgerechnet rund 110.000 Euro.

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Die Angestellten des Krankenhauses weisen nach wie vor jede Schuld von sich. Sie sagen, Grund für die Blutvergiftung sei, dass Sevinc zwei Wochen nach dem Eingriff und kurz bevor sie ins Krankenhaus kam, Hühnchen gegessen hatte.

Das Gericht hat ein Sachverständigengutachten angefordert. Eine Entscheidung soll im April des kommenden Jahres fallen.

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