Sind Frauen besser im Crowdfunding?

Weibliche Unternehmerinnen sehen sich in der männerdominierten Geschäftswelt immer noch schiefen Blicken und sogar offener Feindseligkeit gegenüber. Eine Studie zeigt jetzt allerdings, dass Frauen im Crowdfunding die absoluten Champions am Markt sind. Die Kelley School of Business der Universität Indiana hat drei Jahre lang die Daten von Kickstarter, einer US-amerikanischen Crowdfunding-Plattform, ausgewertet und herausgefunden, dass es Frauen öfter gelang, ihre Projekte finanziert zu bekommen, als Männern. 

"Das ist überraschend, denn vorherige Studien im Bereich Risikokapital haben gezeigt, dass Investoren typischerweise Männern ihr Geld anvertrauen, da sie diese als kompetenter ansehen", erklärt Regan Stevenson, Assistenzprofessor für Management und Unternehmertum, der Webseite Moneyish. "Aber unsere Forschung stellte fest, dass der Glaube an die Kompetenz in einer solchen frühen Entwicklungsphase noch weniger relevant ist. Was wichtiger für einen Geldgeber ist, ist die Frage, ob man dem Individuum hinter der Idee vertraut. Und besonders Frauen haben hier einen Vorteil, da hier die Geschlechtervorurteile eine Rolle spielen – und Frauen gelten grundsätzlich als vertrauenswürdiger als Männer." 

Die Studie basiert auf einer zufälligen Auswahl von 416 Projekten. Es wurde das Geschlecht der Gründungsperson, die finanzielle Unterstützung, die sie erhielten, sowie der insgesamte Erfolg des Crowdfunding-Aufrufes analysiert.