Fruchtfliegen loswerden: Was wirklich gegen die nervigen Insekten hilft

Anna Rinderspacher
·Lesedauer: 3 Min.

Süß, fruchtig und erfrischend: Vor allem im Sommer ist Obst für viele Menschen ein unverzichtbarer Genuss. Doch wo auch immer sich Bananen, Himbeeren, Melonen oder andere Früchte sammeln, sind tierische Schmarotzer nicht weit und ehe man sich versieht, schwärmt es in der Küche nur so vor Fruchtfliegen. Wir haben ein paar Tipps, wie du die nervigen Genossen mit der Vorliebe für Obst schnell wieder loswirst.

Wo das Obst im Sommer offen präsentiert wird, lassen Fruchtfliegen nicht lange auf sich warten. (Bild: Getty Images)
Wo das Obst im Sommer offen präsentiert wird, lassen Fruchtfliegen nicht lange auf sich warten. (Bild: Getty Images)

Rund 50 verschiedene Arten von Fruchtfliegen gibt es in Deutschland. Gefährlich sind die Insekten zwar nicht – im Vergleich zu anderen Fliegen übertragen sie nämlich keine Krankheiten –, aber der Gedanke, dass sie ihre Eier in unserer Obstschale ablegen und wir diese anschließend verzehren, ist für viele Menschen schon etwas ekelerregend. Wie aber lässt sich eine Invasion der Fruchtjunkies vermeiden?

Was Fruchtfliegen abschreckt

Bei lauen Temperaturen fühlen sich Fruchtfliegen besonders wohl. Zudem faulen Früchte dann in der Regel schneller; für die hartnäckigen Biester gibt es nichts Genussvolleres als faulendes oder verdorbenes Obst. Frisches Obst dagegen interessiert die Tiere wenig, da ihre Larven nicht durch die intakte Schale dringen können. Um Fruchtfliegen gar nicht erst anzulocken, empfiehlt es sich daher, Obst nur in geringen Mengen einzukaufen und schnell zu verzehren.

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Je nach Sorte bietet es sich darüber hinaus an, die Früchte im Kühlschrank aufzubewahren, da sich die Fliegen bei Kälte nicht vermehren und ihre Larven langsamer wachsen. Bei Obst, das nicht für den Kühlschrank geeignet ist, wie Bananen oder Äpfel, kann es helfen, wenn man es unter einem engmaschigen Netz oder einer Abdeckhaube aufbewahrt, durch das die Fliegen nicht dringen können. Um sicherzugehen, dass sich auf der Schale keine Eier befinden, solltest du dein Obst vor dem Verzehr gründlich mit warmem Wasser waschen. Das hilft zugleich, mögliche Pestizidrückstände zu entfernen.

Gefährlich werden die Fruchtfliegen den Menschen nicht, aber sie sind nervig und unhygienisch. (Bild: Getty Images)
Gefährlich werden die Fruchtfliegen den Menschen nicht, aber sie sind nervig und unhygienisch. (Bild: Getty Images)

Ebenfalls ist es ratsam, den Müll im Sommer häufiger zu leeren. Dieser verbreitet nicht nur einen unangenehmen Geruch, er zieht auch Fruchtfliegen an. Kein Halten kennen die Tiere bei Rückständen auf Wein-, Saft- und Essigflaschen. Besser ist es deshalb, wenn man die Gefäße festverschließt, nach dem Leeren gut ausspült und zeitnah entsorgt.

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DIY: Die Fruchtfliegenfalle

Falls sich dennoch Fruchtfliegen bei dir einschleichen sollten – die Tiere dringen durch geöffnete Fenster in das Zimmer – kannst du ihnen ganz einfach eine Falle stellen. Mische dazu in einer kleinen Schale etwas Wasser, Fruchtsaft und Essig mit einem Tropfen Spülmittel: der Essig und Saft locken die Fliegen an, während das Spülmittel die Oberflächenspannung des Wassers durchbricht, sodass die Insekten im Gemisch ertrinken.

Wen der Anblick der Fliegenleichen stört, der kann sich auch mit einer fleischfressenden Pflanze behelfen, an deren klebrigen Blättern die Insekten haften bleiben und anschließend von ihr verdaut werden. Fettkraut oder Sonnentau zum Beispiel sind ganz heiß auf Fruchtfliegen.

Alternativ kannst du die Fruchtfliegen auch lebendig fangen und anschließend in die Freiheit entlassen: eine alte Bananenschale in einer leeren, offenen Plastiktüte eignet sich bestens als Lebendfalle. Verschließe einfach die Tüte während sich die Tiere über den Bio-Abfall hermachen und öffne sie erst wieder an der frischen Luft – und am besten in weiter Ferne deines Hauses.

VIDEO: DIY-Tricks gegen Fruchtfliegen