Geben statt nehmen: So funktioniert der "Umgekehrte Adventskalender"

teleschau

Statt jeden Tag Geschenke zu bekommen, geben Sie doch einfach mal und helfen damit anderen Menschen. Eine tolle Aktion, nicht nur für Erwachsene, das ist der "Umgekehrte Adventskalender".

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Gebens, doch das wird leider inzwischen oft vergessen. Adventskalender werden immer größer und aufwendiger, eine Preisgrenze nach oben gibt es nicht. Warum nicht mal den Rückwärts-Adventskalender probieren? Macht Spaß, hat Sinn und gleichzeitig hilft man anderen Menschen.

Was ist der "Umgekehrte Adventskalender"?

Statt nach und nach 24 Päckchen auszupacken oder Türchen zu öffnen, startet man den Reverse-Kalender mit einer leeren Kiste. Dann geht es simpel weiter: Hier heißt es geben statt nehmen. Für jeden Tag legt man eine Sache in die Kiste. Dabei kann es sich um haltbare Lebensmittel wie Honig, Spaghetti oder Müsli handeln, aber auch um Socken oder Kosmetikprodukte.

Am 24. Dezember oder schon ein paar Tage zuvor spenden Sie den Inhalt Ihrer Kiste. Bringen Sie sie zu einer Annahmestelle oder einfach zu einer karitativen Einrichtung Ihrer Wahl. Ihre gesammelten Gegenstände kommen bedürftigen Leuten zugute und Sie machen Fremden zu Weihnachten eine Freude.

Wer nun denkt, Kindern mache so ein Adventskalender keinen Spaß, der täuscht sich. Gehen Sie zum Beispiel einmal in der Woche mit Ihren Kindern einkaufen und lassen Sie sie jeweils sieben Sachen aussuchen. Dann dürfen die Kleinen bestimmen, was wann in die Kiste gelegt wird.

Woher kommt die Idee?

Einen eindeutigen Urheber scheint es nicht zu geben. Früh dran war die Kanadierin Julie Van Rosendaal, die schon im Jahr 2015 zwei leere Weinboxen mit jeweils zwölf Fächern postete und so den Reverse-Adventskalender erklärte. Im deutschsprachigen Raum brachte vor allem die Seite "Streetlife Wien", die zur "Mobilitätsagentur Wien GmbH" gehört, das Projekt voran. Mit einem Post, der sich schnell im Netz verbreitete, machte die Agentur auf das Projekt aufmerksam.

Inzwischen machen immer mehr Menschen mit und teilen unter der Hashtag "#reverseadventcalendar" ihre "Umgekehrten Adeventskalender".