Gebrochenes Herz: Broken-Heart-Syndrom bei Frauen auf dem Vormarsch

·Lesedauer: 2 Min.
Gebrochenes Herz: Broken-Heart-Syndrom bei Frauen auf dem Vormarsch

Das so genannte Broken-Heart-Syndrom ist vor allem bei Frauen auf dem Vormarsch.

Das medizinische Phänomen, auch als Stress-Kardiomyopathie bekannt, bezeichnet eine plötzlich auftretende Schwäche der Herzmuskulatur.

Sie kommt meist vor, wenn die Betroffenen außergewöhnlichen körperlichen oder seelischen Belastungen ausgesetzt waren und kann sogar langfristig zu Schäden und eingeschränkten Herzfunktionen führen.

US-Forscher*innen haben jetzt einen stetigen Anstieg der Fälle beobachtet, welcher bereits vor dem Einsetzen der Covid-Pandemie begann. Frauen mittleren oder fortgeschrittenen Alters sind dabei überdurchschnittlich oft betroffen.

"Auch wenn die Pandemie besonders für Frauen mit vielen Herausforderungen und Stressfaktoren verbunden war, so zeigen unsere Untersuchungen doch, dass der Anstieg der Stress-Kardiomyopathie schon lange vor dem Ausbruch begann", berichtete die leitende Studienautorin Dr. Susan Cheng. "Unsere Studie zeigt wieder einmal, wie wichtig das Zusammenspiel von Herz und Hirn für die allgemeine Gesundheit ist, ganz besonders bei Frauen."

Mittels einer Studie wurden die Krankenhaus-Daten von 135.000 Frauen und Männern im Zeitraum zwischen 2006 und 2017 untersucht, bei denen eine Stress-Kardiomyopathie diagnostiziert wurde.

Das Team von Dr. Cheng stellte fest, dass die Anzahl der Diagnosen bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren rund sechs bis zehn Mal schneller anstieg als bei allen anderen demographischen Gruppen. Zudem beobachtete man, dass Gehirn und Nervensystem auf andere Stressfaktoren reagiert, wenn eine Frau altert.

"Es gibt wahrscheinlich einen entscheidenen Punkt, kurz nach der Lebensmitte, wo eine besonders starke Stressreaktion das Herz beeinträchtigen kann. Das betrifft ganz besonders Frauen, deren Risiko stetig zunimmt," so Dr. Cheng weiter. Jetzt will man die Langzeit-Auswirkungen einer Broken-Heart-Diagnose weiter erforschen, nach molekularen Markern suchen, um das Risiko zu bestimmen sowie die Faktoren hinter dem Anstieg der Fälle suchen.

Vollständige Studienergebnisse sind im 'Journal of the American Heart Association' erschienen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.