Gefährlicher Trend: Tierärzte warnen vor Salzlampen

Der Fall einer Katzenbesitzerin aus Neuseeland hat Tierärzte auf den Plan gerufen. Sie machen darauf aufmerksam, wie gefährlich Himalaya-Salzlampen für die Samtpfoten sein können.

Salzlampen können eine echte Gefahr für Tiere darstellen (Symbolbild: Getty Images)

Das Lecken an Salzlampen kann zu einer Natriumvergiftung führen, die Schmerzen, Erbrechen, Krampfanfälle und sogar den Tod verursachen kann. Maddie Smith aus Neuseeland erlebte diese schrecklichen Konsequenzen.

Wundermittel für zu Hause: Was bringen Salzlampen?

Als ihre noch sehr junge Katze Ruby ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legte, ihren Kopf in einer seltsamen Position hielt und auf wackligen Beinen unterwegs war, schob Smith die Symptome zunächst auf die kalten Temperaturen, die aktuell in Neuseeland herrschen. Bevor sie also zur Arbeit ging, drehte sie die Heizung in ihrer Wohnung auf und hoffte aus das Beste…

Bei ihrer Rückkehr hatte sich Rubys Zustand allerdings drastisch verschlechtert. Ruby konnte nicht richtig hören, sehen oder gehen. Zudem konnte sie weder essen noch trinken, da sie ihre Zunge nicht kontrollieren konnte.

Katzen sollten keinen Zugriff auf Salzlampen haben (Symbolbild: Getty Images)

Smith brachte ihren Liebling ins benachbarte Rose Avenue Tierkrankenhaus. Die Ärzte dort stellten fest, dass Ruby einen extrem hohen Natriumspiegel im Blut hatte. Die Diagnose: Eine Salzvergiftung, die ihr Gehirn anschwellen ließ und zu neurologischen Problemen führte. Es stellte sich heraus, dass Ruby die Salzlampe ihrer Besitzerin abgeleckt hatte.

Wenn sie nicht rechtzeitig zum Tierarzt gebracht worden wäre, wäre sie wahrscheinlich gestorben. Doch zum Glück konnten die Tierärzte das elf Wochen alte Kätzchen mit einer Infusion behandeln, um ihr Blut wieder auf einen normalen Natrium- und Chloridspiegel zu bringen.

Auf Facebook appelliert Maddie Smith nun an alle Katzenbesitzer: "Bitte, bitte, bitte, wenn einer von euch Salzlampen haben sollte - bewahrt sie außerhalb der Reichweite eurer flauschigen Freunde auf!"

"Diese Salzlampen können Tiere süchtig machen, und wenn sie erst einmal auf den Geschmack gekommen sind, ist es für sie so ähnlich wie bei uns Menschen mit Kartoffelchips."

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Der Post wurde von der Rose Avenue Tierklinik veröffentlicht und wurde bereits über 40.000 Mal geteilt. Maddie Smith und die Ärzte hoffen, dass sie mit Rubys Geschichte möglichst viele Menschen erreichen, um auf die Gefahren einer Salzvergiftung für Katzen und Hunde aufmerksam zu machen. In dem Beitrag wird betont, wie wichtig es ist, Himalaya-Salzlampen außerhalb der Reichweite von Tiere aufzustellen oder sie sogar ganz aus dem Haushalt zu verbannen, so wie Smith es mittlerweile getan hat.

Wie die behandelnde Tierklinik in einem weiteren Post mitgeteilt hat, hat Ruby den schlimmsten Teil ihrer Erkrankung mittlerweile überstanden und die neurologischen Symptome seien zurückgegangen.

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