Gefahr beim Sport: Fast die Hälfte aller Läufer verletzt sich innerhalb eines Jahres

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Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass fast sich die Hälfte derer, die sich durch Laufen fit halten, innerhalb eines Jahres verletzen.

Dabei waren die Verletzungen an Knie, Waden, oder Achillessehne nicht abhängig davon, wie alt die untersuchten Sportler waren. Auch das Geschlecht und die Erfahrung beim Laufen spielte keine Rolle, betonten die Wissenschaftler an der Uni im schwedischen Göteborg. Im Rahmen der Studie hatten sie über 200 Freizeitläufer ausgewählt, die am Göteborgsvarvet-Halbmarathon teilnahmen. Diese wurden über 12 Monate beobachtet.

Die Probanden waren zwischen 18 und 55 Jahre alt und waren zu Beginn der Studie seit mindestens einem Jahr Läufer, mit einem Durchschnittspensum von mindestens 15 Kilometern pro Woche. Zudem mussten sie mindestens ein halbes Jahr verletzungsfrei sei.

Die Läufer mussten ein Trainingstagebuch führen. Sollten sie Schmerzen — egal welcher Art — verspüren, wurden sie von einem Sportmediziner untersucht.

Im Laufe der 12 Monate dauernden Studie verletzte sich ein Drittel der Teilnehmer. Die Forscher zogen zudem diejenigen in Betracht, die innerhalb der 12 Monate verletzungsbedingt ganz aus dem Projekt ausschieden.

"Ein Drittel der Teilnehmer verletzte sich im Laufe der Studie. Wenn man allerdings auch diejenigen berücksichtigt, die ganz aus der Studie ausschieden, so darf man annehmen, dass sich fast die Hälfte aller Hobby-Läufer innerhalb eines Jahres eine Verletzung zuzieht", so Studienleiter Jonatan Jungmalm.

Von denjenigen hatten mehr als die Hälfte Probleme mit ihren Knien, Waden oder Achillessehnen. Die meisten Verletzungen waren allerdings nicht langfristig.

Die Forscher entdeckten zudem, dass das Verletzungsrisiko bei denjenigen, die "relativ schwache Außenschenkel" hatten, größer war. Auch der Laufstil spielte eine Rolle.