Gehören Sie zu den Helikopter-Eltern? Diese 10 Gründe sprechen dafür!

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Ständig kontrollieren, überbehüten und in Förderwahn verfallen - sogenannte Helikopter-Eltern zeigen übermäßig großen Einsatz bei der Erziehung ihrer Kinder. (Bild: iStock/Aleutie)
Ständig kontrollieren, überbehüten und in Förderwahn verfallen - sogenannte Helikopter-Eltern zeigen übermäßig großen Einsatz bei der Erziehung ihrer Kinder. (Bild: iStock/Aleutie)

Kann man sich zu viel um seine Kinder sorgen? Durchaus möglich! So erkennen Sie, ob auch Sie zu den berüchtigten Helikopter-Eltern gehören.

Ständig kontrollieren, überbehüten und in einen Förderwahn verfallen - sogenannte Helikopter-Eltern zeigen übermäßig großen Einsatz bei der Erziehung ihrer Kinder. Das ist zwar gut gemeint, doch riskieren sie dadurch, dass sich der Nachwuchs zu unselbstständigen Individuen entwickelt. Wir verraten Ihnen, was Sie zu einem Helikopter-Elternteil macht und ob auch Sie zur Hubschrauberkategorie gehören ...

Kommt Ihnen das nicht komisch vor? Sie sitzen als einzige Mutter mit Schaufel und Eimerchen im Sandkasten, anstatt daneben auf der Parkbank? (Bild: iStock / LightFieldStudios)
Kommt Ihnen das nicht komisch vor? Sie sitzen als einzige Mutter mit Schaufel und Eimerchen im Sandkasten, anstatt daneben auf der Parkbank? (Bild: iStock / LightFieldStudios)

1. Sie sind ein Teil des Klettergerüstes

Als einzige Mama stehen Sie neben dem Klettergerüst und halten die Arme sicherheitshalber schon mal ausgestreckt, wenn Ihr sechsjähriges Kind hochklettert? Eindeutig Helikopter! Natürlich ist loslassen manchmal schwer, aber es ist auch notwendig. Lassen Sie Ihr Kind seine eigenen Erfahrungen machen, auch auf dem Spielplatz. So kann es lernen, was Höhe bedeutet, ohne immer durch Mamas Arme abgesichert zu sein.

Die Schule ist nicht weit weg und gut mit dem Fahrrad zu erreichen, trotzdem fahren Sie Ihr Kind jeden Tag mit dem Auto dort hin? (Bild: iStock / Shutter2U)
Die Schule ist nicht weit weg und gut mit dem Fahrrad zu erreichen, trotzdem fahren Sie Ihr Kind jeden Tag mit dem Auto dort hin? (Bild: iStock / Shutter2U)

2. Sie sind ein Teil des Sandkastens

Kommt Ihnen das nicht komisch vor? Sie sitzen als einzige Mutter mit Schaufel und Eimerchen im Sandkasten, anstatt daneben auf der Parkbank? Hubschrauber-Alarm! Vielleicht lassen Sie Ihr Kind lieber alleine im Sandkasten Freundschaften schließen. Und von der Bank haben Sie trotzdem noch alles im Blick.

3. Sie sprechen oder streiten für Ihr Kind

Auch wenn Sie auf der Parkbank sitzen - beim kleinsten Streit der Kinder springen Sie sofort auf, sprinten hin und greifen ein? Lassen Sie Ihr Kind den Konflikt besser selber klären, streiten ist vollkommen in Ordnung. Solange sich die Kinder die Schaufeln nicht gegenseitig über den Kopf hauen, gibt es eigentlich keinen Grund, dass Sie sich einmischen.

4. Sie züchten die Genies von morgen

Freispiel ist eine Seltenheit: Erst zum Ballettkurs, danach noch Klavierunterricht, morgen werden dann Rekorde im Sportkurs gebrochen, während mindestens zweimal die Woche Englisch gepaukt wird - und das alles neben der Schule. Wollen Sie aus Ihrem Kind ein musisches Wunderkind machen oder es zum Hochleistungssportler züchten? Halten Sie sich zurück. Schaufeln Sie lieber Zeit im Freizeitkalender frei und lassen Ihr Kind im Garten toben oder mit Puppen spielen.

5. Sie sind der beste Freund Ihres Kindes

Auch wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter Einzelkind ist, können Sie es ruhig auch mal alleine spielen lassen. So kann sich die blühende Fantasie der Kinder voll entfalten. Es ist nicht Ihre Aufgabe, ununterbrochen für Unterhaltung im Leben Ihres Kindes zu sorgen, es kann sich auch ganz gut alleine beschäftigen.

6. Elternkutsche statt Fahrrad

Die Schule ist nicht weit weg und gut mit dem Fahrrad zu erreichen, trotzdem fahren Sie Ihr Kind jeden Tag mit dem Auto dort hin? Lassen Sie das besser: Indem Sie nicht ständig vor der Schule patrouillieren, senken Sie nicht nur das Unfall-Risiko für andere Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, Sie zeigen Ihrem Kind auch, dass Sie ihm vertrauen und stärken damit sein Selbstbewusstsein.

7. Keine Klassenfahrt ohne Mama und Papa

Werden in der Schule Helfer für die Klassenfahrt gesucht, sind Sie der oder die Erste, der oder die sich freiwillig bereit erklärt, die Schüler zu begleiten. So können Sie auch sicherstellen, dass Ihrem geliebten Nachwuchs in der freien Wildbahn nichts passiert. Sie dürfen nicht mitfahren? Dann kommt einfach der GPS-Tracker in den Rucksack des Kindes. Merken Sie es? Sie gehören eindeutig zu den Helikopter-Eltern!

8. Streiten bis zur Eins Plus

Bei den Hausaufgaben helfen? Für Helikopter-Eltern definitiv zu wenig - sie schreiben sie besser gleich selber, auch das Referat wird eigenhändig vorbereitet, inklusive PowerPoint-Präsentation. Schließlich sollte an der Note Eins auch noch das Pluszeichen stehen. Hilft das alles nichts, muss natürlich noch mit den Lehrern um bessere Noten gestritten werden.

9. Überall mitmischen

Trainer und Lehrer Ihrer Kinder kennen Sie alle beim Vornamen. Gibt es für das Schulfest etwas zu backen, sind Sie sofort dabei - schließlich wollen Sie die Kontrolle über die Zutaten behalten. Ohne Ihr Wissen passiert nichts in und außerhalb der Schule. Aber vielleicht lassen Sie Ihr Kind auch einfach mal die ein oder andere Entscheidung selber treffen? Sie werden sehen, das kann es durchaus!

10. Angst, Ihr ständiger Begleiter

Ständig haben Sie Angst, dass Sie Ihr Kind nicht ausreichend fördern, dass Sie ihm nicht genug bieten können und überhaupt Angst vor allem, was ihm draußen in der bösen Welt alles passieren könnte? Wenn Angst Ihr ständiger Begleiter ist, werden dadurch die Rotorblätter erst recht angetrieben - und Sie gehören definitiv zu den Helikopter-Eltern.

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