Gehaltscheck: Was verdient eigentlich ein Yogalehrer?

Antonia Wallner
Freie Autorin

Yogalehrer helfen dabei, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Den Job machen viele Yoga-Anhänger aus Leidenschaft. Doch reicht das Gehalt, um wirklich davon zu leben?

Yoga bringt Körper und Geist in Einklang. (Bild: Getty Images)

Macht man jahrelang mit Begeisterung Sonnengrüße, herabschauenden Hund und Co., liegt der Gedanke nahe, sein Hobby zum Beruf zu machen. Doch wer denkt, dass eine jahrelange Yoga-Praxis zum Lehren ausreicht, ist auf dem Holzweg. Denn bevor man als Yogalehrer Stunden geben darf, muss erstmal eine Ausbildung absolviert werden.

Ausbildung im Yogastudio

Erster Ansprechpartner für die Yogalehrer-Laufbahn ist ein entsprechendes Studio. Oft bietet sich der Ort an, an dem man selber regelmäßig trainiert. Die Ausbildung zum Yogalehrer umfasst in der Regel eine Grundausbildung und eine Aufbauschulung in der Stilrichtung, die man später unterrichten will. Bei dem bekannten Yoga-Guru Patrick Broome zum Beispiel dauert die Grundausbildung in seinem Studio mindestens 200 Stunden plus noch einmal 300 Stunden Aufbau. Die Kosten sind dementsprechend erstmal hoch: allein die Grundlagen-Ausbildung bei Broome kostet rund 3.400 Euro. In anderen Studios und Akademien sind Preise und Umfang ähnlich hoch.

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Wer Kosten und Mühen nicht scheut, darf am Ende der Ausbildung selber Yoga unterrichten. Viele Yogalehrer arbeiten auf selbständiger Basis als Freiberufler. Sie werden von Fitnessstudios oder auch Firmen gebucht, geben Privatstunden und haben auch die Möglichkeit, in Hotels an verschiedenen Urlaubsorten zu arbeiten. Neben der freiberuflichen Tätigkeit können Yogalehrer auch festangestellt in einem Studio arbeiten.

Wieviel verdient ein Yogalehrer?

Der Verdienst liegt bei einer Festanstellung im eher niedrigen Durchschnitt zwischen 2.000 und 2.300 Euro brutto. Auf selbständiger Basis ist er schwer einzugrenzen, da das Gehalt an die Auftragslage geknüpft ist. Yogalehrer werden pro gebuchter Unterrichtsstunde bezahlt, die meistens 60 bis 90 Minuten lang ist. Das Portal “eversportsmanager“ geht von einem durchschnittlichen Stundenlohn von 30 Euro brutto aus. Das variiert natürlich je nach Erfahrung und Tätigkeitsfeld des Yogalehrers.

Mit einem eigenen Yogastudio lässt sich unter Umständen auch mehr verdienen. Je nach Auslastung kann ein freiberuflicher Yogalehrer bei einer 30-Stunden-Woche zwischen 2.300 und 2.800 brutto verdienen. Davon müssen dann aber noch sämtliche Kosten und Steuern abgezogen werden. Trotz schwankendem Gehalt zählt für die Mehrheit der Yogalehrer aber die Liebe und Leidenschaft zu ihrer Lehre. Sonst wären sie in dem Job auch falsch.

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