Gehaltserhöhung: Wer hat wann Anspruch auf wie viel Geld?

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Wer in einem Unternehmen angestellt ist, wird für seine Leistung entsprechend bezahlt. Dann und wann bekommen Angestellte eine Gehaltserhöhung. Doch unter welchen Voraussetzungen wird ein Lohn-Upgrade fällig? Wer hat wann Anspruch auf wie viel Geld? Wir klären diese und weitere Frage rund um das Thema.

Hand is turning a dice and changes the direction of an arrow symbolizing that the personal salary ("Gehalt" in german) is going up instead of down (or vice versa)
Symbolbild: Getty Images

Zeitpunkt für Gehaltserhöhung

Im Arbeitsrecht ist eine Gehaltserhöhung für gewöhnlich an bestimmte Zeitpunkte geknüpft. Diese können von Unternehmen zu Unternehmen allerdings variieren, wie das Onlineportal arbeitsrecht.de berichtet. Eine Schwelle hin zu einer höheren Gehaltstufe markiert normalerweise das Ende der Probezeit. Immerhin hat der Angestellte damit eine Reifeprüfung bestanden, er hat bewiesen, dass er den Anforderungen der Position genügt.

Üblich ist eine Gehaltserhöhung auch mit dem Aushandeln eines neuen Arbeitsvertrags. Das gilt erst Recht, wenn ein befristeter Vertrag in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt wird. Auch dieser Schritt ist zugleich leistungsgebunden. Der Arbeitgeber drückt damit seine Zufriedenheit mit dem Angestellten aus.

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Die ideale Rahmenbedingung für das Aushandeln einer nächsten Gehaltsstufe bietet das Mitarbeitergespräch. Hier hat nicht nur der Chef die Möglichkeit, die Leistung seiner Angestellten zu bewerten, sondern auch letztere die Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern – auch hinsichtlich der Bezahlung.

Grund genug für eine Gehaltserhöhung ist auch, wenn der Angestellte intern versetzt wird oder er eine neue Tätigkeit zugewiesen bekommt, berichtet arbeitsrecht.de. Auch diese Veränderungen sollte man nutzen, um eine bessere Entlohnung auszuhandeln. Nicht zuletzt berechtigt – und das wohl mehr als jeder andere Grund – die Beförderung ein höheres Gehalt.

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Gute Arbeit muss entprechend entlohnt werden. Doch wie hoch darf eine Gehaltserhöhung sein? (Symbolbild: Getty Images)

Wie viel kann man verlangen?

Passen die Rahmenbedingen, das heißt: hat zum Beispiel ein Arbeitnehmer zuletzt anspruchsvollere Aufgaben zugewiesen bekommen oder liegt die letzte Gehaltserhöhung mindestens ein Jahr zurück, kann die Gehaltserhöhung zwischen drei und sieben Prozent ausfallen. Bei der Verhandlung sollte man allerdings durchaus bei zehn Prozent ansetzen, rät arbeitsrecht.de, denn auch der Arbeitgeber pokert mit.

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Bei einer Beförderung kann die Gehaltserhöhung zwischen zehn und 15 Prozent betragen. Auch in diesem Fall sollte der Angestellte den Mut aufbringen für höhere Einsätze. Mindestens 20 Prozent sollte man verlangen dürfen.

Wie oft sollte man nach einer Gehaltserhöhung fragen?

An jedem Monatsersten um eine Gehaltserhöhung bitten ist wenig zielführend. Experten wie die von gehalt.de raten vielmehr, mindestens ein Jahr seit der letzten Anpassung verstreichen zu lassen. Zu lange sollte man allerdings auch nicht warten. Denn: Erstens würde man dadurch die Chance auf eine bessere Entlohnung verstreichen lassen. Zweitens könnte das dazu führen, dass man bei Chef und Kollegen an Wertschätzung einbüßt.

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