Gemischte Kritiken für Meghan Markles Disney-Debut

Die Kritiken zu Meghan Markles erster post-royaler Rolle – Erzählerin für die Disney-Dokumentation „Elephant“ – sind gespalten zwischen Lob und relativ harscher Kritik.

Meghan ist Sprecherin des neuen Disney+ Originals: „Elephant”. Foto: Getty Images.

Letzte Woche wurde bekannt, dass die sich aus dem royalen Leben zurückziehende Herzogin ihre Stimme einer 90-minütigen Disney-Naturdoku leiht, die die Reise einer Elefantenfamilie durch Afrikas Kalahari-Wüste zeigt. Die Doku kann erst ab dem 3. April bei Disney+ gestreamt werden. Diverse Publikationen haben allerdings bereits einen Einblick erhalten.

Meghans „Elephant”-Erzählung: „Kitschig, aber warmherzig”

Der britische „Express” bezeichnete „Elephant” als „warmherzigen, freundlichen Spaß für die ganze Familie”, schreibt aber auch, dass die Dokumentation manchmal etwas „kitschig” ist. Die Zeitung vergibt ganze vier von fünf Sternen.

„Meghan kommt als sehr warmherzig herüber und der Großteil ihres Textes klingt so, als hätte sie die Elefanten, die wir uns ansehen, wirklich sehr gern“, heißt es in der Bewertung. „Manchmal wirkt das ein bisschen überzogen und sentimental auf eine klassisch-amerikanische Disney-Art.“ Die „Times“ gibt „Elephant“ nur zwei Sterne und schreibt, der ehemalige „Suits“-Star würde mit der Erzählweise doch „sehr dick auftragen“.

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„An der Dokumentation können wir erkennen, dass Meghan, die Herzogin von Sussex, den Prunk und Glamour gegen Kitsch und Schmalz eintauscht“, heißt es in der Bewertung. IndieWire war ihr etwas wohlgesonnener und gab dem „lebhaft erzählten“ Film eine 2+, warnte die Zuschauer allerdings vor Meghans „angestrengter Stimme“ am Anfang des Films. „Obwohl Meghans Voiceover zu Anfang des Films etwas zu bemüht herüberkommt (sie scheint sehr aufgeregt zu sein, dass sie dabei sein darf), findet sie sich bald in eine liebenswerte, intelligente Erzählweise ein, die die Lücke zwischen Unterhaltung und Bildung schließt“, schrieben sie.

Wie sie die Rolle bekam

Prinz Harry sorgte im letzten Juli für Stirnrunzeln, als er sich bei der Premiere von Disneys „Der König der Löwen“ auf dem Roten Teppich nicht nur einmal, sondern gleich zweimal für seine Frau einsetzte und ihr Arbeit beschaffte. Videos vom Roten Teppich zeigen, wie Harry gegenüber Disney-Boss Bog Iger von Meghans Talent als Sprecherin schwärmte, während diese sich gerade mit Jay-Z und Beyonce unterhielt.

Harry und Meghan treffen Beyonce und Jay-Z auf dem Roten Teppich. Foto: Getty Images

In einer zweiten Aufnahme kann man Harry zum Regisseur von „König der Löwen“, Jon Favrea, sagen hören: „Wenn ihr das nächste Mal jemanden als Sprecherin oder Synchronstimme braucht, sind wir gern bereit.“ Meghan soll gescherzt haben: „Das ist der wahre Grund, warum wir hier sind – um uns anzubieten“.

Laut Pressevereinigung soll allerdings Meghan diejenige gewesen sein, die im letzten Sommer von den Machern von „Elephant” angesprochen wurde und nicht umgekehrt. Im Januar diesen Jahres wurde von der „Times” berichtet, dass Meghan einen Vertrag mit Disney in Gegenleistung für eine Spende für die Organisation „Elephants Without Borders“ unterzeichnet hatte.

Die Sussexer verabschieden sich

Nachdem sie Anfang März für eine Blitzabschiedstour mit einigen öffentlichen Terminen nach Großbritannien zurückgekehrt waren, trat das Herzogen-Paar von Sussex am 31. März offiziell als Royals der ersten Reihe zurück. Das Paar hat auch den gemeinsamen Instagram-Account @SussexRoyal geschlossen, nachdem die Queen angewiesen hatte, dass sie nicht länger den Begriff „Royal“ verwenden sollen.

Keine Royals mehr: Harry und Meghan verabschieden sich von Instagram

Harry und Meghans letzte Termine spiegelten ihre Hauptleidenschaften wider, zum Beispiel das Militär. Foto: Getty Images.

Die dreiköpfige Familie soll Ende März aus ihrem Zuhause in Kanada ausgezogen sein, um sich in Los Angeles, Kalifornien, niederzulassen und sich auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen im Zuge der andauernden Coronakrise zu konzentrieren.

Berichten zufolge haben Harry und Meghan das Beste aus ihren letzten Tagen als Berufsroyals gemacht, indem sie die Grundsteine für eine gemeinnützige globale Organisation mit Sitz in Nordamerika gelegt haben. Die Details und das Eröffnungsdatum werden allerdings noch bekanntgegeben.

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