Geschenkeflops: Wie klappt der Umtausch während des Lockdowns?

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Nicht jedes Geschenk trifft den Geschmack des Beschenkten und nicht wenige wollen die Flops nach Weihnachten loswerden und in etwas Passenderes umtauschen. Dass viele Geschäfte wegen des Lockdowns geschlossen sind, muss das ebenso wenig verhindern wie online bestellte Fehlkäufe.

Nicht unter jeder hübschen Verpackung wartet die große Freude - doch wie klappt es aktuell mit dem Umtausch? (Bild: Getty Images)
Nicht unter jeder hübschen Verpackung wartet die große Freude - doch wie klappt es aktuell mit dem Umtausch? (Bild: Getty Images)

Wer in diesem Jahr zeitig dran war und seine Geschenke vor dem Shutdown im stationären Handel geshoppt hat, steht aktuell vor einem kleinen Problem: Die Läden sind geschlossen und noch ist nicht klar, wann sie wieder öffnen können. Generell gilt bei solchen Käufen, dass die Händler das Geld nicht zurückerstatten müssen, wenn die Ware nicht gefällt. Immerhin konnte man die, anders als bei Onlinekäufen, persönlich in Augenschein nehmen.

Gängige Praxis ist aber, gekaufte Ware gegen andere Ware umtauschen zu können. Wie genau die einzelnen Geschäfte die Frist für einen Umtausch in der aktuellen Situation handhaben, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei Tchibo kannst du missglückte Geschenke vorläufig bis zum 31. Januar umtauschen und Schuhe von Deichmann innerhalb von 14 Tagen nach der Wiedereröffnung und das unabhängig davon, wann dies stattfinden wird. Es wäre logisch, wenn viele Geschäfte ihren Kunden ähnliches anbieten würden, um gegenüber Online-Shops konkurrenzfähig zu bleiben. In einem Sonderfall hat man als Käufer leider Pech gehabt: Wenn das betreffende Geschäft pleitegeht, kommt man als Gläubiger in der Regel nicht mehr an sein Geld heran.

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Das gilt beim Online-Shopping

Wer online einkauft, hat immer das Recht für einen Widerruf innerhalb von 14 Tagen. Der Widerruf muss schriftlich formuliert werden und das Kaufdatum sowie die Bezeichnung des jeweiligen Gegenstands enthalten, der außerdem innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware zurückgeschickt werden muss. Rein rechtlich muss der Käufer die Rücksendekosten selbst tragen, wobei viele Händler das Porto aber von sich aus übernehmen. Ist die Frist von 14 Tagen überschritten, muss man auf die Kulanz der Händler hoffen, die gerade um Weihnachten herum aber häufig gegeben ist.

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Online-Kauf von privaten Anbietern

Wenn du deine Weihnachtsgeschenke von privaten Anbietern – etwa bei Ebay – gekauft hast, kannst du sie in der Regel weder zurückgeben noch Geld zurückverlangen. Dies wäre nur dann möglich, wenn dich der Anbieter bei wesentlichen Angaben zum Kauf in die Irre geführt hätte. Zum Beispiel, was das Alter bestimmter Produkte angeht oder dein Geschenk, das als neu oder neuwertig angeboten wurde, deutliche Gebrauchsspuren aufweist.

Was ist mit Gutscheinen?

Kurz vor knapp sind Gutscheine oft der Retter in der Not und haben einen Vorteil: Egal, ob sie von einem Online-Shop oder einem stationären Geschäft ausgestellt wurden, sind sie drei Jahre gültig. Sollte die Ware oder Dienstleistung innerhalb dieser Frist nicht mehr verfügbar sein oder angeboten werden, kannst du als Käufer das Geld zurückverlangen, den du für den Gutschein ursprünglich bezahlt hast. Pech hast du wieder in dem Fall, in dem das Unternehmen Insolvenz anmeldet, bevor du den Gutschein eingelöst hast. Als Gläubiger hat man meist geringe Chancen, das Geld oder zumindest einen Teil davon, wiederzubekommen.

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