Das Gesicht der Beauty-Revolution trägt eine Monobraue

Es ist gar nicht mal so einfach, die Augenbrauen genau richtig zu zupfen. Erinnern Sie sich noch daran, wie man sich in den Neunzigern fast zu Tode gezupft hat? Seit einer Weile ist ein natürlicherer, vollerer Look die Norm, aber die meisten Menschen achten immer noch penibel darauf, die verirrten Haare auf der Nasenwurzel auch ja zu entfernen. Die Augenbrauen müssen klar voneinander getrennt sein, egal wie groß die Schmerzen durch die Pinzette sind.

Aber wenn Sie das Model Sophia Hadjipanteli zu dem Thema befragen, werden Sie eine ganz andere Antwort erhalten. Für sie ist dies keineswegs ein Muss. Und wenn es einer wissen muss, dann ist sie das. Zugegeben, sie ist mit ihren perfekt geformten Wangenknochen und den vollen, klassischen Lippen schön genug, um gut auszusehen, egal was sie tut oder trägt, aber hier geht es um eine dicke, wuchernde Monobraue.

 


Das Haar, das kurz unter ihrer Stirn wächst, ist ganz bewusst ungetrimmt und sogar in auffälliges Schwarz gefärbt. Es passt genau zu jemandem wie Hadjipanteli, die so ihr authentisches, selbstbewusstes Ich nur noch mehr zum Ausdruck bringt.

Sie erklärte Vice: "Als ich beschloss, meine Augenbrauen einfach ihr Ding machen zu lassen, war das einfach nur eine Trotzreaktion, ganz nach dem Motto: 'Nun, ich mag mich und ich verstehe einfach nicht, wieso ich sowas tun soll, wenn ich es nicht mag.'"

Also hörte Hadjipanteli auf, sich zu wachsen und ließ ihre Augenbrauen einfach so wachsen, wie sie es eben taten. "Ich denke, das ist einfach nur eine Frage der Präferenzen. Ganz ehrlich, ich kann es als nichts anderes beschreiben", erklärt sie.

 


Aber ihre Entscheidung geht weit über das einfache Haartrimmen hinaus. "Ich denke, das hier ist ein ständiger Kampf mit einigen Schönheitsidealen, die es einfach schon viel zu lange gibt", sagt sie. "Ich bin überzeugt, dass Schönheit an sich etwas Großartiges ist, weil es so subjektiv ist und von Kultur zu Kultur verschieden ist, aber ich denke auch, dass es immer auch Leuten gibt, die andere für gewisse Arten von Schönheit diskriminieren und das ist einfach falsch. Also anstatt die Schönheitsideale abzuschaffen, sollten sie einfach inklusiver sein."

Und dann fügt sie noch hinzu: "Ich will einfach nur damit weitermachen, die Präferenzen von anderen zu akzeptieren und dafür niemanden kritisieren. Ich finde, das Internet ist dieser Tage ein wenig zu gemein."