Gesperrte Twitter-Konten sollen wieder freigeschaltet werden

Die betroffenen Accounts sollen kommende Woche entsperrt werden. - Copyright: Chesnot/Getty Images
Die betroffenen Accounts sollen kommende Woche entsperrt werden. - Copyright: Chesnot/Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die vom Kurznachrichtendienst Twitter gesperrten Konten sollen wieder freigeschaltet werden. Das kündigte der neue Besitzer des Social-Media-Unternehmens, Elon Musk, an. Zuvor hatte Musk darüber abstimmen lassen, ob es für gesperrte Konten eine „Generalamnestie“ geben soll, wenn die Konten nicht gegen Gesetze verstoßen oder Spam-Nachrichten verbreitet haben. Eine Mehrheit der teilnehmenden Nutzer, mehr als 72 Prozent, stimmte für eine Freischaltung.

„Das Volk hat gesprochen. Nächste Woche beginnt die Amnestie“, twitterte Musk. Bei Ablauf der Twitter-Umfrage waren mehr als 3,1 Millionen Stimmen eingegangen. Es ist nicht bekannt, wie viele Stimmen von automatisierten Accounts abgegeben wurden. Twitter hat derzeit über 230 Millionen täglich aktive Nutzer. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Auf Gründerszene: Es ist die Jahrhundertwette des Facebook-Gründers: Mark Zuckerberg will seinen strauchelnden Social-Media-Konzern zum Metaverse-Pionier umbauen. Derweil hat ein Deutscher mit virtuellen Welten schon Erfolg; die Rede ist von Dirk Lueth. Wir haben den Gründer im Silicon Valley getroffen, dessen Plattform Upland.me schon Millionen Nutzer hat – und von Investoren hochbewertet wird. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Twitter hat laut Medienberichten sein gesamtes Brüsseler Büro aufgelöst. Die Mitarbeiter des Büros konzentrierten sich auf die Digitalpolitik der Europäischen Union und arbeiteten in unmittelbarer Nähe der Europäischen Kommission. Die Auflösung des Brüsseler Teams wirft Fragen zur Fähigkeit des Unternehmens auf, neue EU-Regeln durchzusetzen, die darauf abzielen, die Macht von Big Tech einzudämmen und Hassreden einzuschränken. [Mehr bei BloombergFinancial Times und The Guardian]

Tausende von Amazon-Lagerarbeiter in etwa 40 Ländern planen am Black Friday Proteste und Streiks. Mitarbeitende in den USA, Großbritannien, Indien, Japan, Australien, Südafrika und in ganz Europa fordern bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften CGT in Frankreich und Ver.di in Deutschland führen die Aktion an. Monika di Silvestre, Leiterin des Amazon-Ausschusses von Ver.di in Deutschland, sagte, die Arbeitnehmer seien besonders besorgt darüber, wie genau ihre Produktivität von Computern überwacht wird. [Mehr bei Bloomberg]

Foxconn versucht, die Proteste in der weltgrößten iPhone-Fabrik in China einzudämmen. Laut eines Medienberichts bot der Hersteller von Apple-Produkten jedem Arbeiter, der gehen möchte, etwa 1400 US-Dollar an. Dieser Betrag ist angeblich mehr als das Gehalt, was die meisten der Fabrikarbeiter in einem Monat verdienen. Die gewalttätigen Proteste begannen wegen unbezahlter Löhne und nachdem die Fabrik strenge Covid-19-Beschränkungen eingeführt hatte. [Mehr bei The Information]

Die Krypto-Börse Binance will eine Milliarde US-Dollar für die Einrichtung einer Industry Recovery Initiative (IRI) bereitstellen. Die Mittel sollen verwendet werden, um in Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Vermögenswerte zu investieren. Nach dem Zusammenbruch der Krypto-Börse FTX ist der gesamte Kryptomarkt ins Wanken geraten. [Mehr bei Reuters]

Tesla hat seine Beta-Software für vollständiges Selbstfahren (FSD) für alle Tesla-Fahrer in Nordamerika freigeschaltet, die sie vom Autobildschirm aus anforderten, so CEO Elon Musk. Autopilot ist bei Tesla-Fahrzeugen Standard und führt automatisierte Fahrfunktionen wie Lenken, Beschleunigen und automatisches Bremsen aus. FSD, das 15.000 US-Dollar kostet, ist eine Erweiterung des Autopiloten. Beide Systeme sind in den letzten Jahren nach einer Reihe von Unfällen, von denen viele tödlich verliefen, ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. [Mehr bei Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Tier Mobility stampft das Leihgeschäft mit E-Mopeds ein. Die elektrischen Roller sollten die Flotte von Tier ergänzen. Jetzt sind die Fahrzeuge dem neuen Sparkurs der Berliner zum Opfer gefallen. [Mehr bei Gründerszene]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion