Gesund statt dünn: Lena Dunham ist glücklich über Extrapfunde

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Lena Dunham fühlt sich mittlerweile wohl in ihrer Haut. (Bild: AP Images)

Schauspielerin Lena Dunham („Girls“) kämpft mit einem schonungslosen Vorher-Nachher-Vergleich auch gegen den eigenen Schlankheitswahn. Sie postete auf Instagram zwei Fotos von sich: einmal schlank, einmal fülliger. Nur auf einem Bild war Dunham laut eigener Aussage glücklich und gesund.

Lena Dunham gehört zu den prominentesten Feministinnen im US-Unterhaltungsgeschäft. Die Schöpferin der Kultserie „Girls“ hat sich vor allem mit dem Kampf für eine positive, gesunde Einstellung zur eigenen Figur und zu Frauenkörpern im Allgemeinen hervorgetan. Jetzt aber erteilte sich Dunham selbst eine schonungslose Lektion. Sie stellte auf Instagram zwei Fotos von sich gegenüber. Eins zeigt sie schlank, aber schwer krank. Das andere Foto verdeutlicht: Einige Kilos mehr können zum Symbol eines glücklichen, gesunden Lebens werden.


„Links: 64 Kilogramm, den ganzen Tag Komplimente bekommen und von Männern angemacht und auf einer Klatschblatt-Titelseite zu Diäten, die funktionieren. Ebenfalls: krank an Gewebe und Geist und ernährt von kleinen Mengen Zucker, tonnenweise Koffein und einer Apotheke in der Handtasche. Rechts: 73 Kilogramm, froh und frei, Komplimente nur von Menschen, die aus den richtigen Gründen wichtig sind, Ernährung besteht aus einem regelmäßigen Nachschub an tollen/gesunden Snacks und Apps und Hauptspeisen, stark durch das Anheben von Hunden und Gemütern. (…)

Dunham spielt mit dem ersten Foto vermutlich auf ihre Angststörung und ihre Endometriose-Erkrankung an. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte, chronische Krankheit, bei der sich Gewebewucherungen an Gebärmutter oder Eierstöcken bilden. Dunham hatte sich deshalb im Alter von 31 Jahren die Gebärmutter entfernen lassen. Ihr Erlebnis beschrieb sie im Februar 2018 in einem Artikel im US-Magazin „Vogue“.

Die Schauspielerin beließ es aber nicht bei dem Vorher-Nachher-Vergleich. Sie ging selbstkritisch mit eigenen, hartnäckigen Komplexen ins Gericht. Sie schrieb: „Sogar diese Kämpferin für ein positives Körperimage der ersten Stunde schaut manchmal sehnsuchtsvoll auf das linke Bild, bis ich mich daran erinnere, welcher unmögliche Schmerz mich dorthin gebracht und mich buchstäblich in die Knie gezwungen hat. Während ich das hier tippe, kann ich fühlen, wie mein Rückenfett unter meinen Schulterblättern Rollen bildet. Ich lehne mich entspannt zurück.“

Dunham traf mit ihrem Plädoyer einen Nerv. Ihr Post erhielt innerhalb eines Tages über 460.000 Likes. Ein User sprach von einer wichtigen Lehre für die „Generation Selfie“.