Good News des Tages: Dieses Paar passt besser zusammen, als es zunächst ahnt

Ein Mensch kann mit einer Niere weiterleben, wenn auch mit einigen Einschränkungen. Ein Organ zu spenden ist trotzdem kein kleiner Eingriff. Foto: Symbolbild / gettyimages / Ben-Schonewille

Kurz nachdem sich das Paar kennenlernt, erhält sie die niederschmetternde Diagnose: chronische Niereninsuffizienz. Ihr geht es immer schlechter, sie benötigt bald ein Spenderorgan. Doch aus ihrem Familienumkreis kommt niemand in Frage.

Ein Teil von sich selbst zu geben, um einem anderen Menschen die Gesundheit zu ermöglichen – es ist eine der selbstlosesten Taten überhaupt: die Organspende. Ganz besonders wird eine Spende, wenn sie für einen geliebten Menschen ist. Wie im Falle von Geraldine Chingosho und Aldo Cataldi. Die 22-jährige Chingosho aus dem britischen Leicester, sie absolviert eine Ausbildung zur Krankenpflegerin, litt schon lange an chronischer Niereninsuffizienz. Die Diagnose wurde ihr wenig später gestellt, nachdem sie im Januar 2017 den 27-jährigen Cataldi kennengelernt hatte. Chingoshos Niere baute mit der Zeit immer weiter ab, bis sie täglich zur Dialyse musste. Sie benötigte dringend ein Spenderorgan. Doch niemand aus ihrem Familienkreis kam in Frage. Deshalb ließ sich Cataldi testen.

Chingosho wehrte sich lange Zeit dagegen. Im Gespräch mit dem britischen „Mirror“ sagt sie: „Ich wollte, dass Aldo mich verlässt. Ich dachte, es wäre nicht fair für ihn, das Leben mit einem kranken Menschen verbringen zu müssen. Aber er sagte: ‚Ich bin für dich da, komme was wolle.‘“ Dass er diesen Satz ernst meinte, bewies er wenig später. Im gemeinsamen Urlaub in Portugal hielt er um ihre Hand an. Sie sagte „Ja“.

„Weil es das Richtige war“

Noch am gleichen Tag erreichte das frisch verlobte Paar Cataldis Testergebnis: seine Niere passte. „Sie meiner Verlobten zu spenden war für mich ganz normal. Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht“, sagt Cataldi im Interview mit dem „South West News Service“. „Das Wichtigste für mich war, dass es ihr besser geht und sie wieder mehr Lebensqualität genießt. Ich tat es nicht, um im Rampenlicht zu stehen – sondern weil es das Richtige war.“

Aber er tat so viel mehr für Chingosho, wie sie erzählt: „Er kam nach seiner 12,5-stündigen Schicht zu mir ans Krankenbett, brachte mir Essen. Er half mir beim Anziehen, informierte sich immer bei den Ärzten nach dem Stand der Dinge. Er war mein Superheld, während es mir sehr schlecht ging. Im Grunde genommen wurde er zu meinem Pfleger.“

Beide haben sich von dem Eingriff wieder vollständig erholt

Das alles geschah Anfang Februar dieses Jahres. Die Operation folgte wenig später, am 21. des Monats. Wiederum einen Tag später veröffentlichte Chingosho auf ihrer Facebook-Seite einen Beitrag, darin schreibt sie: „Vielen Dank Aldo für dieses Geschenk. Es ist meine Chance auf ein besseres Leben. Es braucht einen ganz besonderen Menschen für so eine Tat und ich werde dir immer von Herzen dafür dankbar sein. Du hast mir wieder und wieder gezeigt, dass du ein unglaublicher Ehemann und Vater sein wirst.“

Das Paar hat sich seither vollständig erholt. Chingoshos neue Niere arbeitet und gibt ihr die Kraft, sich wieder auf die Zukunft zu freuen und die geplante Hochzeit zu organisieren. Die soll im August stattfinden. Chingosho sagt dazu: „Aldo hat mein Leben gerettet und ich kann es nicht erwarten, es nun mit ihm zu teilen.“