Good News des Tages: „Kennt jemand diese vermisste Hündin????“

Johannes Giesler
Freier Autor
Über einen Mikrochip unter der Haut können Hunde und Katzen identifiziert werden. (Symbolbild: Getty Images)

Weil er über die Sozialen Medien die Besitzer einer ausgebüxten Hündin nicht ausfindig machen kann, wird Jason Gasparik kreativ. Kurzerhand bastelt er ein Schild und stellt sich an eine vielbefahrene Kreuzung. Über Nacht wird er so zur lokalen Berühmtheit. Und findet auch die Besitzer.

Jason Gasparik ist geübt darin, ausgebüxte Haustiere und ihre Besitzer wieder zu vereinen. Er kennt die Ansprechpartner in den Tierheimen, weiß genau, wie er über Twitter, Instagram und Facebook möglichst schnell Reichweite generieren kann. Doch vor zwei Wochen stößt der 40-Jährige aus Charlotte, im Bundesstaat North Carolina, mit dieser Taktik an seine Grenzen. Also trägt er die Suche raus aus den Sozialen Medien und auf die Straße.

Aber von vorne: Im Gespräch mit InsideEdition.com erzählt Gasparik, wie ihm der „Problem-Hund“ zuläuft. Es ist Freitagabend, Anfang März, als Gasparik direkt neben der Straße einen Mann scheinbar ziellos über eine Wiese rennen sieht. Gasparik hält, steigt aus und sieht vor dem Mann einen Hund: „Das Tier rannte die ganze Zeit im Kreis herum, es war verängstigt.“ Gemeinsam können die beiden Männer den Hund beruhigen und locken ihn dann in Gaspariks Auto.

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Der Mikrochip ist nicht registriert

Der fährt sofort zu einem Tierarzt, der rund um die Uhr geöffnet hat. Zu dem Zeitpunkt setzt er seine ganze Hoffnung in den Mikrochip, der Hunden und Katzen implantiert wird und auf dem alle Informationen zum Besitzer gespeichert sind. Mit einem Lesegerät, Tierärzte oder Tierheime sind damit ausgestattet, lassen sich so Namen und Adressen herausfinden.

Doch Roxy, so lautet der Name der Hündin, ist zwar gechipt. Doch der Chip wurde nie auf den Besitzer registriert. Nur den Züchter macht Gasparik damit ausfindig, der aber ist im Urlaub, kommt nicht an seine Unterlagen zu den Besitzern seiner verkauften Hunde. Also setzt Gasparik seine Suche online fort. Er schreibt auf Twitter: „Ich habe diese süße Hündin gestern Abend in Ballantyne, in der Nähe der Postfiliale, gefunden. Ich suche ihre Besitzer. Bitte helft mir dabei, indem ihr diesen Beitrag teilt!“


Doch es trudelt kein entscheidender Hinweis ein. Nichts hilft. Also entscheidet sich Gasparik zu einem ungewöhnlichen Schritt. Kurzerhand kritzelt er auf ein Pappschild: „Kennt jemand diese vermisste Hündin????“, zeichnet daneben zwei Pfeile, die senkrecht nach unten zeigen. „Mit einem Schild habe ich mich an eine vielbefahrene Kreuzung in Charlotte gestellt“, sagt Gasparik. Neben sich und an der Leine: Roxy.

Es dauert nicht lange, bis die Regionalnachrichten über ihn berichten, auch schießen Passanten Fotos von ihm und stellen diese online. Über Nacht geht seine Suche viral. „Der Beitrag einer netten Frau wurde über 1.000-mal geteilt“, sagt Gasparik.

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„Vielen Dank für die viele Hilfe“

Dann geht alles ganz schnell: Bereits am nächsten Tag meldet sich eine Frau, die Roxy wiedererkannt hat und den Kontakt zum Besitzer herstellt. Eine Woche später veröffentlicht Gasparik folgenden Beitrag: „Vor genau sieben Tagen hatte ich das Glück, Roxy ihrem Besitzer zurückzubringen. Es war ein wilder Ritt, aber ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung und die vielen netten Nachrichten, die ich währenddessen erhielt.“


Ein GoFund.Me für verlorene Haustiere

Um seine kurzzeitig gewonnene Aufmerksamkeit zu nutzen, hat Gasparik in der Zwischenzeit ein Spendenkonto eingerichtet. Er möchte Geld für eine Kampagne sammeln, um auf die Bedeutung der Mikrochips hinzuweisen. Aber auch, um Hundehalter finanziell unter die Arme zu greifen, wenn die sich das Implantat nicht leisten können.

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