Good News des Tages: Polizist findet verlorenen Ehering mit Überwachungskamera

Johannes Giesler
Freier Autor
Anhand der Aufzeichnungen durch die Verkehrsüberwachung konnte ein Polizist einen verlorenen Ehering und einen Verlobungsring wiederfinden. Foto: Symbilbild / gettyimages / Sorranop

Eine Amerikanerin verliert ihren Ehering und ihren Verlobungsring auf einer Autobahn-Raststätte. Sie hat die Hoffnung schon aufgegeben, doch dann meldet sich Wochen später ein Polizist bei ihr: Er habe stundenlang die Überwachungsvideos von diesem Tag studiert – mit Erfolg.

Kimberly Reggiannini ist sich sicher: Die Ringe müssen ihr beim Aussteigen auf dem Rastplatz vom Schoß gerutscht sein. Doch den Verlust bemerkt sie zu spät. Da fährt sie mit ihrem Mann Peter, sie sind auf dem Heimweg nach Westwood von einer Geburtstagsfeier in New York City, schon wieder auf der Autobahn. „Ich sah meine Hand am Lenkrad und dachte nur: ‚Oh mein Gott. Wo sind meine Ringe?‘“ Das sagt Kimberly im Gespräch mit NBC Connectitut vor ungefähr einem Monat. Sie habe doch nur kurz ihren Verlobungsring und ihren Ehering abgelegt, um sich die Hände einzucremen. Und dann vergessen, sie wieder anzulegen.

Es geht um den emotionalen Wert der Ringe

Zwar dreht das Paar damals sofort um und sucht den Rastplatz ab. In jede Rille am Boden schauen sie, doch sie finden nichts. In den folgenden Tagen melden sie ihren Verlust bei der örtlichen Polizeibehörde und der Staatspolizei, sie informieren Leihhäuser in der Nähe des Rastplatzes, falls ein Finder versuchen sollte, die Ringe zu Geld zu machen, sie veröffentlichen ihren Verlust in den Sozialen Medien und sogar die lokalen Nachrichten, darunter NBC Connecticut, berichten über die Reggianninis.

Zwar sind die Ringe versichert, doch Kimberly und Peter geht es um die Erinnerungen, die daran hängen. So schreiben sie auf Facebook: „Bitte helft uns und teilt diesen Beitrag: Am Sonntag, den 17. Februar, habe ich meinen Ehering und meinen Verlobungsring auf der Interstate 95 verloren. Genauer auf dem Rastplatz in Branford, vermutlich in der Nähe der Zapfsäule 5. Wir haben alles abgesucht, aber nichts gefunden. Die Ringe haben einen hohen emotionalen Wert – ich bin am Boden zerstört.“

Wochenlang passiert: nichts. Dann meldet sich Rob Derry von der Staatspolizei bei Kimberly. Mit guten Nachrichten. Derry habe stundenlang Videomaterial des Rastplatzes studiert – bis ihm eine Person aufgefallen sei, die sich bückte und etwas aufhob. Anhand des Kennzeichens identifizierte er die Person und fuhr zu ihr nach Hause. Und tatsächlich: Die Person hatte noch beide Ringe, wusste aber nicht, was sie damit anstellen sollte. Gern übernahm Derry von hier an. So beschreibt es Kimberly auf ihrer Facebookseite und veröffentlicht vor wenigen Tagen dazu ein Bild von dem glücklichen Ehepaar und ihrem Helden Rob.

„Ich werde nie wieder meine Hände eincremen“

„Unsere Ringe wurden nach dreieinhalb Wochen gefunden!!! Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Wir sind Sergeant Rob unendlich dankbar. Er ist wirklich eine Bereicherung für die Polizei. Wir sind so glücklich über den Fund, aber noch glücklicher darüber, von so vielen selbstlosen Menschen umgeben zu sein. Ich werde meine Hände nie wieder eincremen!“