Good News des Tages: US-Bürger erfüllt Weihnachtswünsche von kleiner Mexikanerin

Ena Clarke
Freie Autorin

Die mexikanisch-amerikanische Grenze stand in den letzten Monaten immer wieder mit wenig erfreulichen Ereignissen in den Schlagzeilen. Pünktlich zum Fest spielte sich aber ausgerechnet dort eine wundervolle Weihnachtsgeschichte ab.

Ein roter Luftballon bescherte einem mexikanischen Mädchen eine tolle Weihnachtsüberraschung. (Foto: Getty Images)

Randy Heiss war gerade mit seinem Hund in der Nähe der mexikanisch-amerikanischen Grenze unterwegs, als er einen roten Luftballon, oder das was noch davon übrig war, in einem Busch hängen sah.

Der Mann wollte die Plastikfetzen aufsammeln, da erkannte er, das daran ein Brief hing. Obwohl seine Spanisch-Kenntnisse nicht sehr gut sind, war ihm sofort klar, dass es sich dabei um eine Weihnachts-Wunschliste eines Kindes handelte.

Heiss erinnerte sich an seine Kindheit zurück, als er ebenfalls Wunschlisten an den Weihnachtsmann verschickt hatte. Deshalb machte er sich auf die Suche nach dem Mädchen.

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Radiosender hilft, das Mädchen ausfindig zu machen

Gleich hinter der Grenze liegt die mexikanische Stadt Nogales, die der Mann ins Auge fasste. “Aufgrund des Windes war ich mir ziemlich sicher, dass der Luftballon von dort gekommen sein musste”, erzählte er der “Washington Post”. Zuhause angekommen ließ er den Brief von seiner Frau übersetzen und postete ihn auf Facebook – in der Hoffnung, dass Freunde von ihm in Nogales die Familie des Mädchens erkennen würde. Als sich tagelang nichts rührte, schrieb er einen Radiosender in Nogales an.

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Nur einen Tag später erhielt er einen Anruf vom Radiosender, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass das Mädchen gefunden wurde. Sie heißt Dayami, und ist acht Jahre alt. Statt ins Büro ging Heiss mit seiner Frau sofort in den Supermarkt und kaufte alle Dinge, die auf der Liste standen plus ein paar zusätzliche Geschenke, da Dayami eine vier Jahre junge Schwester hat.

“Wir haben Freunde fürs Leben gefunden”

Dann fuhren sie über die Grenze nach Nogales, wo sie die zwei Mädchen in der Radiostation trafen. “Ihre Augen waren vor Freude weit aufgerissen”, berichtete Heiss. Um die Weihnachtsmann-Geschichte nicht auffliegen zu lassen, sagten sie den Mädchen, sie seien Helfer des Weihnachtsmannes.

Für das Ehepaar war es ein besonders emotionaler Moment, da ihr einziger Sohn vor neun Jahren verstorben war und sie keine Enkelkinder haben. Der Luftballon hat nicht nur den zwei Mädchen eine Riesen-Freude gemacht – sondern dem US-Paar auch zwei Ersatz-Enkel beschert. “Wir haben Freunde fürs Leben gefunden”, sagte Heiss, der sich über die “wunderschöne Erfahrung” freute.

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