Studie: Die Deutschen fühlen sich bei Passwörtern sicher

Antonia Wallner
Freie Autorin

Im Idealfall sollen wir für jeden Dienst ein anderes Passwort benutzen und es jeweils so schwierig wie möglich gestalten. Laut einer aktuellen Google-Umfrage halten sich die Deutschen für überaus sichere Passwort-Nutzer. Doch die Studie zeigt auch, dass einige immer noch an unsicheren Gewohnheiten festhalten.

Die Deutschen sind laut einer aktuellen Studie sehr sicher im Umgang mit Passwörtern. (Symbolbild: Getty Images)

Für die Studie hat Google rund 4000 Nutzer in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien gefragt, wie sie es mit ihren Passwörtern halten. Das Ergebnis: 88 Prozent der Deutschen behaupten, sie hätten sichere Passwörter. In Frankreich sind es zum Vergleich nur 63 Prozent. Woher kommt dieses Selbstbewusstsein?

Mut zum Wechseln

Anscheinend sind die Deutschen sehr wechselwillig: 37 Prozent der Befragten meinen, dass sie alle sechs Monate ein neues Passwort kreieren. Fast die Hälfte (49 Prozent) gibt sogar an, dass sie die kompletten Zugangsdaten regelmäßig ändern. So weit die eine Seite.

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Zettel sind immer noch beliebt

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Nutzer, die an schlechten und potentiell gefährlichen Passwort-Gewohnheiten festhalten: 70 Prozent nutzen ihre Passwörter für mehrere Dienste. Das freut die kriminellen Hacker, die nach dem Knacken eines Accounts gleich Zugriff auf diverse andere haben. Andere halten es lieber analog: 31 Prozent der Teilnehmer schreiben ihre Passwörter auf Zettel.

Am besten: Passwort-Manager benutzen

Dabei gibt es schlaue Tools, die einem die mühsame Passwort-Erfinderei abnehmen. Apple-Nutzer kennen beispielsweise den “Schlüsselbund”, in dem alle Passwörter gespeichert werden können. Immerhin: 50 Prozent der Befragten gaben an, solche Dienste bereits zu nutzen. Übrigens: Unter den 10 meistgenutzten Passwörtern liegen in den Top drei die wenig kreativen Zahlenkolonnen von 1 bis 9.