Gotteslästerung: Italien sperrt zwei Erstliga-Profis

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Die italienische Liga hat die Spieler Francesco Magnanelli (US Sassuolo) und Matteo Scozzarella (FC Parma) wegen Gotteslästerung für jeweils ein Spiel gesperrt. Zu diesem Entschluss ist das Sportgericht am späten Dienstag gekommen.

Francesco Magnanelli von US Sassuolo ist am kommenden Spieltag gesperrt. (Bild: Getty Images)

Der Verband teilte mit, dass Magnanelli und Scozzarella den Namen Gottes in den Schmutz gezogen hätten. Dies wäre über die Sichtung verschiedener Videos ausreichend festgestellt worden. Entsprechend werden beide Spieler am kommenden Spieltag aussetzen müssen.

Blasphemie ist in Italien verpönt, weshalb der Verband nicht zum ersten Mal eine derartige Strafe aussprach. Bereits 2010 war ein Trainer von Chievo Verona gesperrt worden, nachdem er nach einer Roten Karte “Mein Gott!” ausgerufen hatte. In der vergangenen Saison wurde Atlanta-Trainer Gian Piero Gasperini aus ähnlichen Gründen gesperrt.

Italienischer Verband bestraft Blasphemie

Warum der italienische Verband hart gegen Blasphemie, nicht aber mit der gleichen Konsequenz gegen Rassismus vorgeht, ist unklar. Nachdem Inter-Stürmer Romelu Lukaku rassistisch beleidigt worden war, verzichtete der Verband FIGC auf eine nähere Untersuchung der Vorkommnisse.

Entsprechend hatte sich die FIFA in Person von Präsident Gianni Infantino zuletzt zu Wort gemeldet und ein härteres Durchgreifen gefordert: “Es darf keinen Rassismus im Fußball oder in der Gesellschaft geben. In Italien hat sich die Situation nicht verbessert und das gibt zu denken.”

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